Altensteig: Geocache-Verbot bleibt bestehen

Es bleibt dabei, zur Situation des Geocachings in Altensteig gibt es leider nicht positives zu vermelden.

Über das was seit 2012 vorgefallen ist, haben wir und viele andere Blogs und Podcaster ausführlich berichtet, Links zu den Artikeln von GCBW findet ihr unten.

Eine richtig große Welle hat das Veröffentlichen von drei Multis gesorgt, welche die Stadt Altensteig in Auftrag gegeben hatte. Nach ein paar Stunden gab es zig NA-Logs in der Listings und der Reviewer war gezwungen diese für weitere Logs zu sperren. Ein paar Tage lang ist nichts passiert, bis die Caches dann archiviert wurden. Eine Stellungnahme seitens der Stadt Altensteig gab es dazu aber nicht. Auch meine Anfrage vom 4.2.15 wurde bis heute nicht beantwortet.

Ganz anders dagegen, das Geocaching HQ, an das ich mich auch gewandt hatte. Aus Seattle hatte ich noch am selben Tag die Nachricht bekommen, dass sich das HQ um die Sache kümmert.

Die nächsten Mails von Annika kamen heute morgen und heute abend. Darin schrieb sie, dass die Verantwortlichen (bei der Stadt Altensteig) die Geocaches zwar weiterhin für den Tourismus vor Ort zur Verfügung stellen wollen, aber durch den Druck der Geocaching Community vor Ort zu dem Entschluss gekommen sind, dass die Auflistung der Geocaches auf Geocaching.com nicht die richtige Entscheidung ist.

Daraufhin habe ich nochmal bezüglich des Geocaching-Verbotes nachgefragt und das hat Annika ebenfalls dahingehend beantwortet, dass sich daran leider nichts ändert. Vielleicht kann sich dies mit der Zeit und mit Diplomatie in Zukunft ändern. Im Moment habe sie das Gefühl, dass die sehr starke Reaktion der Community die Verantwortlichen der Stadt leider eher weiter davon überzeugt haben, keine Geocaches zuzulassen.

Es sieht also so aus,  dass die Fronten so verhärtet sind, dass ein Dialog zwischen der Stadt Altensteig und den Geocachern nicht möglich scheint. Dabei wäre es eine gute Möglichkeit gewesen hier nochmal aufeinander zu zu gehen.

Schade, aber es wird wohl bis auf weiteres keine neuen Caches in Altensteig geben…

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6 Antworten

  1. Capsai sagt:

    Tjoa, die Archivierung der Caches durch das NA-Spamming scheint dann wohl ein Pyrrhussieg zu sein. Hier hätte die Cachercommunity lieber etwas den Ball flachhalten sollen.

  2. zappo sagt:

    Tja, die Cacher 🙂

    Eigentlich hatte mit der Veröffentlichung der gekauften Caches ja Altensteig ne “Angriffsfläche” geboten.

    Taktisch KLUG wäre gewesen, genau zu diesem Zeitpunkt auf Altensteig zuzugehen.

    “He, ihr benutzt unsere 🙂 Plattform – also ist Geocaching wohl doch nicht grundsätzlich bähhh – also wollen wir auch ein paar Caches legen – gerne in Absprache – und kosten tun die euch auch nix”.

    Oder so ähnlich.

    Kartenbemalung mit Fragezeichen und Massenbedosung wäre vielleicht trotzdem nicht möglich gewesen – wär jetzt m.M. nach aber auch verzichtbar.

    Obs was gebracht hätte, weiß ich natürlich auch nicht. Aber SO haben wir jetzt die Situation, daß garnix geht – aus lauter grundsätzlicher Entrüstung.

    Eigentlich auch doof.

    Gruß Zappo

  3. Starglider sagt:

    Das zeigt ja nur das man bei der Gemeinde Altensteig das Prinzip Geocaching noch immer nicht verstanden hat.
    Um Geocaching touristisch nutzen zu können muss man die Masse der Geocacher ansprechen.
    Dazu müssen die Caches erstmal bekannt sein und das erreicht man ohne viel Aufwand nur, wenn man die Caches auf einer der großen, bekannten Plattformen veröffentlicht.

    Außerdem muss man das Angebot an Caches auch attraktiv gestalten – entweder durch viele Caches (das hatten sie ja schon gratis und wollten es nicht) oder durch besonders schöne Caches (da hat die beauftragte Firma schon bei den Cachebeschreibungen kläglich versagt).

    Wenn man bei der Gemeinde Altensteig jetzt ernsthaft glaubt man könne mit Caches die man erst auf irgendeiner Webseite finden muss Touristen in nennenswerten Zahlen anziehen dann frage ich mich wer sie da berät.

    • zappo sagt:

      weiß nicht – ob Geocaching auf GC wirklich was mit Touristik zu tun hat, wage ich mal schlicht zu bezweifeln.

      Ein Alleinstellungsmerkmal ist es auf jeden Fall mal nicht – in jeder Gemeinde kann man sich tagelang mit Geocaching beschäftigen. Und die dafür anreisenden Geocacher sind ja auch – bis auf Tanken, McDoof und maximal ne Übernachtung auch schnell wieder weg.

      Ich seh da nen positven (finanziellen) Effekt für die Gemeinde, wenn man eigene Sachen anbietet. Und zwar nicht direkt wegen des Cachens (das kann man ja wie gesagt überall) – sondern eher in DEM Sinne, daß man für die Leute, die schon da sind, irgendwas anbietet. Das können Führungen sein, Veranstaltungen und andere Aktionen wie eben z.B. Schachtelsuchen in irgendeiner Form.

      Wegen Geocaching kommt niemand gezielt genau nach Hintertupfenbach – und nicht nach Altensteig.

      • Barkley sagt:

        Das würde ich so nicht unterschreiben. Das kommt ganz auf die Caches an. Wenn in einer Gegend tolle Caches liegen, dann kommen auch Leute gezielt zum Cachen mal übers Wochenende. Vor allem in Gegenden mit größeren LPs kann man das schön beobachten.

        Ich kann mich z.B. gut erinnern, als wir mal 2011 in Thüringen waren, dass uns der Wirt der Pension gleich gefragt hat, ob wir denn Geocacher wären, und sich gefreut hat, dass so viele “Geo-Punkte” im Umkreis wären, weil er durch die Cacher jede Menge Übernachtungen hätte.

        Es muss den Cachern halt was geboten werden (schöne Wandergegend, tolle Locations, gut gemachte Caches), dass man gezielt mal weiter weg fährt nur zum Cachen und dort auch sein Geld lässt.

        Wie hoch der Prozentsatz der Cacher ist, weiß ich natürlich nicht.

  1. 22. Februar 2015

    […] Altensteig und kein Ende: Geocaches sind dort wohl weiterhin verboten: Geocaching Baden-Württemberg […]