TBScan im Praxistest

Vor einer Woche bekam ich, wie viele andere Blogger und Podcaster auch, eine Mail zu TBScan. Der Inhalt der Mail beschreibt die App aus Sicht des Entwicklers. Das ist an sich schon mal ungewöhnlich, denn in mehr als drei Jahren die ich nun aktiv blogge ist das nicht vorgekommen. Es scheint, dass der Vater des Entwicklers (was man so hört ein junger Mann von 15 Jahren) wohl Erfahrung mit Marketing hat, denn die Mails wurden über dessen Firmen-Mailadresse versandt  und der Text sowie das Pressekit welches man sich herunterladen konnte machen eine professionellen Eindruck.

Jedenfalls wird in den höchsten Tönen eine App vorgestellt, die das Erfassen von Tracking-Codes revolutionieren soll. Was die App alles können soll kann man auf der TBScan Homepage und in der Pressemitteilung nachlesen.

Hier die Pressemitteilung zu TBScan:

TBScan Pressemitteilung

TBScan – for iOS only

Die App steht ausschließlich für iOS ab Version 8 zur Verfügung. Grund dafür ist, dass die verwendete Programmiersprache und die spezielle OCR-Engine auf Android nicht existiert und darum eine Portierung nicht einfach so möglich ist, so die Aussage des Entwicklers.

Auf den deutschen Markt übertragen bedeutet das, es können nur ein Fünftel aller Smartphone Nutzer überhaupt adressiert werden, denn Android hat einen Martanteil von etwa 80 Prozent. Soviel zum Thema „für jeden Geocacher“.

TBSan – Funktionsweise

Um die App nutzen zu können, muss man seine Credentials (Zugangsdaten) für geocaching.com eingeben und dann den Zugriff via Live-API erlauben. Damit wird schon ein wichtiger Punkt deutlich: die App braucht zwingend eine Internetverbindung. Ist man mit den GS-Servern verbunden kann man mit dem Scannen anfangen. Dazu bringt man den zu erfassenden Trackingcode zwischen zwei Linien und sobald TBscan diesen erkennt, wird er an die Server geschickt. Sollte der Code zu einem Trackable gehören das noch nicht aktiviert ist, kommt eine entsprechende Meldung und der Code wird nicht verwendet.

Die App im Praxistest

Nun, wenn solch vollmundige Versprechungen gemacht werden, dann muss das natürlich überprüft werden. Dazu habe ich mein iPhone 5C aufgeladen und zehn verschiedene Trackables rausgekramt: Travel Bugs, Geotoken, und Geocoins. Den Test habe ich zuhause im heimischen WLAN und bei guter Beleuchtung durchgeführt, was sicher bessere Bedingungen sind als beim Stammtisch in einer Kneipe mit 100 anderen Leuten und nur Mobilnetz.

TBScan - Test mit 10 Trackables

Testset für den TBScan Praxistest

Im Testszenario sollten mehrere Testpersonen die Trackingcodes der oben abgebildeten Trackables erfassen. Einmal mit der App und einmal ganz klassisch manuell. Bei beiden Vorgängen wurde jeweils die benötigte Zeit gestoppt.

Hier die Ergebnisse: 

Benötigte Zeit für 10 Trackables Testperson 1 Testperson 2 Testperson 3
Erfassung per TBScan App 3:53 min > 6 min 6:14 min
Erfassung manuell (Stift & Papier) 1:34 min 2:19 min 1:35 min

Erfahrungen aus dem Test:

  • Testperson 2 brach den Test mit der App nach über 6 min frustriert ab weil es teilweise sehr lange gedauert hat einen Trackingcode zu erfassen.
  •  nur 5 von 10 Trackingcodes wurden tatsächlich von der App erkannt, die anderen mussten eingetippt werden
  • alle Testpersonen waren beim manuellen Erfassen der Trackingcodes deutlich schneller

Ergänzung, 29.08.2016:

Da mir vorgeworfen wurde ich würde Äpfel mit Birnen vergleichen, habe ich den manuellen Part noch einmal gemacht, dieses Mal jedoch Ende-zu-Ende, sprich mit loggen.

Zuerst habe ich also  die 10 Trackables von Hand erfasst und die Trackingcodes auf ein Blatt Papier geschrieben (1:35 min). Dann an den Rechner gesetzt und alle 10 Trackables von Hand auf geocaching.com im Browser geloggt (3:38 min) mit folgendem Ablauf:

  1. Trackingcode eingeben
  2. auf „Log it!“ klicken
  3. Type of Log auswählen
  4. Logtext schreiben (ab dem 2. Mal pasten)
  5. Log abschicken

In Summe habe ich also 5 Minuten und 13 Sekunden gebraucht um 10 Trackables komplett zu discovern bzw. eine Note zu schreiben.

Mit TBScan hab ich gestern schon über 6 min gebraucht um nur die Codes zu erfassen…

Eigentlich wollte ich das Ganze auch noch mit dem TB-Logger machen, aber dann bin ich wahrscheinlich in 3 min durch, und das will ja keiner wissen ;-). 


Überprüfung der Marketingaussagen

Nach den Messergebnissen, stellen wir nun die Aussagen des Entwicklers auf den Prüfstand.

Sobald man die Kamera auf den Trackable-Code richtet, wird dieser sofort automatisch erkannt

Das ist natürlich Quatsch, die App muss schon vorher gestartet werden 😉 . Aber so ist das mit Marketingaussagen, da wird oft gnadenlos übertrieben.

TBScan ist ideal für Events: Wo man bisher Code für Code zuerst auf Papier notiert hat, um diese Zuhause wieder auf dem Computer abzutippen, kann man nun direkt vor Ort die Trackables blitzschnell scannen und anschliessend alle auf einmal discovern.

„Blitzschnell“ geht es in der Tat nicht, siehe Ergebnisse weiter oben. Das ist es schon deshalb nicht, weil nicht immer optimale Verhältnisse für Licht oder die Datenverbindung herrschen. Auch will das Handling mit der App geübt sein, denn zunächst muss man den Trackingcode ins Bild bringen, was sich nicht immer so einfach gestaltet. Und dann kommt hier schon die erste Einschränkung, denn in der kostenlosen „Light“-Version lassen sich nur fünf Trackables auf einmal discovern.

So lassen sich bis zu 10 Trackables pro Minute erfassen.

Das funktioniert vielleicht bei idealen Bedingungen:

  • Trackingcodes sind deutlich und kontrastreich zu erkennen
  • keine Coins oder Token
  • keine exotischen Schriften
  • schnelle Datenverbindung

Solche Bedingungen gibt es eigentlich nur wenn man stumpf auf Event-Parkplätzen die TB-Aufkleber auf den Autos scannt.

Apropos Datenverbindung, da ist die App auch von den Antwortzeiten der groundspeakschen Server abhängig, schließlich wird die Live-API verwendet und einen offline-Modus kennt die App nicht.

Die TBScan App ist aber auch ein idealer Helfer, wenn man einen Trackable in einem Cache antrifft. Rasch den Code scannen und schon weiss man, wie die Mission des TB oder Coins lautet. Will man ihn dann mitnehmen, kann er auch direkt geloggt werden.

Das setzt zunächst mal eine funktionierende Datenverbindung voraus. Um für das Trackable ein retrieved-(mitgenommen)-Log zu schreiben braucht man die kostenpflichtige Pro-Version. Diesen Nutzungsfall kann man übrigens mit der originalen GC App ebenfalls problemlos und kostenlos durchführen.

Screenshots

Im Pressekit gab es zwar auch Sreenshots, ich mache aber lieber eigene:

Über die Statistik musste ich schmunzeln, war ich doch ohne die App etwa 4x schneller beim Erfassen der Trackingcodes 😉 .

Fazit

Der Entwickler hätte mir Pro-Version kostenlos zur Verfügung gestellt, doch dazu hätte ich den Apple-Entwicklerkanal nutzen müssen, etwas worauf ich keine Lust habe.

Am Ende kann die Die App TBScan nicht halten was sie verspricht.  Aus diesem Grund ist TBScan meiner Meinung nach nicht empfehlenswert.

Dazu kommt, dass der Funktionsumfang in der kostenlosen Version stark eingeschränkt ist, man also nicht umhin kommt die App für 4,99 € zu kaufen wenn man sie vollumfänglich nutzen will. Das ist viel Geld für eine App, die insgesamt eine Enttäuschung ist.

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18 Antworten

  1. Wizardland sagt:

    Moin Moin liebes geocachingBW-Team,

    Ich wiederspreche da mal eurem Test da es sich für mich so liest, als wenn hier ungleiche Bedingungen getestet habt.

    Stift & Papier gegen APP hört sich erst mal ok an, ist es aber nicht. Zu Stift und Papier müsstet ihr noch Computer, Internetverbindung und alle 10 Listings die aufgrufen werden hinzufügen um eine realen Vergleich zu haben. Den bei eurem Versuch habt ihr anscheinend die LOG-Option getestet. Diese ruft jedes Mal das jeweilige Listing des TBs auf um dem User zu ermöglichen die Auftrag des TBs zu lesen.
    Für euren Test bedeutet es also das Stift & Papier auch die einzelnen Listings hätten aufrufen müssen. Haben sie das? Ich kann es hier nicht raus lesen und denke das dieses auch nicht berücksichtigt wurde. Nach meiner Meinung wurde hier einfach die falsche Option gewählt um den Test durchzuführen.

    Wählt man die Discover-Option der APP, erfassst diese lediglich erst einmal die TB-Codes genau wie Papier und Stift.

    Ein weiterer nicht zu vergessender Faktor ist die Tatsache das die Codes in der APP bereit zur Verarbeitung sind. Heißt im Klartext, Discoverlog schreiben und raus damit. Die Zeit dafür ist abhängig von der Länge des Logs. Dahingegen müssen Papier und Stift das Ganze erst mal in den PC eintippen. Sprich entweder ein Tool oder die GC Seite nutzten und die jeweiligen Codes erneut abschreiben über die Tastatur. Wenn das erledigt ist muss also bin der log geschrieben werden.

    Also in FAZIT einfach eine nicht faire Testabfolge die selbstredend zu einem negativ Votum führen musste.

    Wenn es einfach darum geht die die Erfassung der Codes gegen Stift und Papier zu testen und die generelle Bearbeitung erst später durchzuführende hätte ich die Fotooption der App genutzt.
    TB–Code zwischen die beiden Linien und den dicken Runden Button in der Mitte drücken. Schon speichert die App den Code in der Galerie. Das wäre exakt das gleiche gewesen wie Stift & Papier nur eben digital.

    In diesem Sinne HAPPY HUNTING
    Frank (Wizardland) vom podKst

    • webmicha sagt:

      Hallo lieber Frank,

      als Testszenario wurde „Erfassen der Trackingcodes von 10 Trackables“ definiert. Bei Verwendung der App TBScan geschah dies im Discover-Modus. insofern ist das absolut vergleichbar, das schreibst du ja auch.

      Die Fotooption der App steht nur in der Pro-Version zur Verfügung. Diese habe ich nicht verwendet, steht auch im Artikel.

      Beste Grüße,
      webmicha

      • Wizardland sagt:

        Hallo liebes geocachingBW-Team,

        Danke für die schnelle Kommentierungen und Teilzitate meines Kommentars.

        Bitte endschuldige das ich mich missverständlich ausgedrückt habe. Deshalb wiederhole ich gerne den, mit Sicherheit nur überlesenen, Teil meines Kommentars der die Ungleichheit des Testes näher beschreibt.

        Zitat: „Ein weiterer nicht zu vergessender Faktor ist die Tatsache das die Codes in der APP bereit zur Verarbeitung sind. Heißt im Klartext, Discoverlog schreiben und raus damit. Die Zeit dafür ist abhängig von der Länge des Logs. Dahingegen müssen Papier und Stift das Ganze erst mal in den PC eintippen. Sprich entweder ein Tool oder die GC Seite nutzten und die jeweiligen Codes erneut abschreiben über die Tastatur. Wenn das erledigt ist muss also bin der log geschrieben werden.

        Also in FAZIT einfach eine nicht faire Testabfolge die selbstredend zu einem negativ Votum führen musste.

        Wenn es einfach darum geht die die Erfassung der Codes gegen Stift und Papier zu testen und die generelle Bearbeitung erst später durchzuführende hätte ich die Fotooption der App genutzt.
        TB–Code zwischen die beiden Linien und den dicken Runden Button in der Mitte drücken. Schon speichert die App den Code in der Galerie. Das wäre exakt das gleiche gewesen wie Stift & Papier nur eben digital.“

        Wenn man nur den Code erfassen will, reicht ein Foto 😉 dafür brauche ich keine App. Will ich aber direkt loggen, und das kann ich nicht mit Stift und Papier, schon.

        Vielen Dank das du mich auf meine missverständliche Ausdrucksweise aufmerksam gemacht hast.

        Gruß aus Steinfurt

        • webmicha sagt:

          Ich habe eben einen End-to-end-Test gemacht, sprich die 10 Trackables von Hand erfasst und die Trackingcodes auf ein Blatt Papier geschrieben (1:35 min). Dann an den Rechner gesetzt und alle 10 Trackables von Hand auf geocaching.com im Browser geloggt (3:38 min):
          – Trackingcode eingeben
          – auf „Log it!“ klicken
          – Type of Log auswählen
          – Logtext schreiben (ab dem 2. Mal pasten)
          – Log abschicken

          In Summe habe ich also 5 Minuten und 13 Sekunden gebraucht um 10 Trackables zu discovern bzw. eine Note zu schreiben.

          Mit TBScan hab ich gestern schon über 6 min gebraucht um nur die Codes zu erfassen…

          • webmicha sagt:

            Das ließe sich natürlich auch noch beschleunigen wenn man z. B. TB-Logger verwendet. Da gibt man alle Trackingcodes ein, schreibt einen Logtext und ab dafür…

  2. *ra sagt:

    Ich hab mir vorgestern die Light-Version runtergeladen und auch ein paar (ca. 10) Trackables getestet. Leider hat die App nur bei einer Coin sofort funktioniert (sehr klare und weiße Schrift auf schwarzem Untergrund).
    Sehr schade.
    Im Prinzip ist der Ansatz gut, eigentlich träume ich ja schon lange von so was.
    Wenn die App zuverlässig funktionieren würde, wäre sie mir sogar einen Zener wert.

  3. Dave sagt:

    Hallo Webmicha

    Ich bin der Vater von Nicolas, dem Entwickler von TBScan. Da in diesem Test ja einiges schief gelaufen ist, möchte ich hierzu doch einige Dinge richtigstellen oder erklären, auch weil hier teilweise komische Unterstellungen gemacht wurden, welche nun wirklich nichts mit der App zu tun haben.

    Da ich mit einer Vermutung erwähnt werde, möchte ich zuerst mal klarstellen, dass ich im Computerbereich arbeite und nicht im Marketing. Dass ein Pressetext nicht professionell sein darf, höre ich zum ersten Mal. Würde mich ja interessieren, wie Du so einen Text schreiben würdest? Allerdings sind die Informationen, mit welchen die App beworben wird absolut korrekt. Fakt ist schon mal, dass TBScan die erste App dieser Art ist. Dass man einen Text aber so wörtlich auseinander nimmt, darüber muss ich etwas mit dem Kopf schütteln.

    Was den Praxistest angeht, so würde Nicolas sicher gerne mal Bilder der Trackables haben, welche nicht auf Anhieb erkannt wurden, damit er sie prüfen kann. Oft hat das einen Grund, der logisch nachvollziehbar ist. So findet man auf der Website auch ganz klare Hinweise, worauf man achten soll und was (aktuell) Probleme macht (http://tbscan.com/hints_de.html). Wenn man schon den Pressetext kritisch auseinandernimmt, sollte man doch fairerweise auch darauf hinweisen, dass auf der Webseite auch Problemstellen klar deklariert werden.

    Klar sind gute Lichtverhältnisse hilfreich und wichtig für den Kontrast. Falsch ist hingegen die Aussage, dass es in einer Kneipe schlechter funktionieren soll. Das Wichtigste ist der Kontrast! Und da kann es Wunder bewirken, wenn man das Kameralicht des iPhones aktiviert, sogar wenn die Lichtverhältnisse gut sind! Das sind die ersten Hinweise im Supportbereich, auf die klar und ehrlich hingewiesen wird. Kann mir nicht vorstellen, dass ihr diese befolgt habt. Ich habe selber erst letzten Freitag 18 Trackables an einem Event discovert und das in gerade mal 3 Minuten. Das war kein Test, sondern echter Einsatz! Wenn nun jemand 6 Minuten hat, um 10 TB abzuscannen, dann kann ich mir das nur so erklären, dass man mit Codes, welche aus technischen Gründen nicht erkannt sind extrem viel Zeit verläppert. Ein Beispiel, was TBScan nicht erkennen kann sind uralte geprägte Travelbugs. Wenn man das weiss, verliert man damit auch keine Zeit, sondern erfasst sie direkt manuell. TBScan erkennt sehr viel, aber nicht alle Codes. So eine App wird man nie finden.

    Zu den Marketingaussagen:
    „Sobald man die Kamera auf den Trackable-Code richtet, wird dieser sofort automatisch erkannt“ ist absolut korrekt. Die Aussage bezieht sich darauf, dass man keinen Button drücken muss, damit der Code erkannt wird, so wie es auch bei Barcodes üblich ist. Dein „Das ist natürlich Quatsch, die App muss schon vorher gestartet werden“ ist ja hoffentlich nicht ernst gemeint!?
    „TBScan ist ideal für Events…“ – Wie oben bereits geschrieben, habe ich unter echten Bedingungen 18 TBs in 3 Minuten gescannt. Schnell genug?
    Wo ich Dir aber Recht gebe: Es braucht ein klein wenig Übung. Wenn Deine Testpersonen TBScan das erste Mal in Gebrauch hatten, dann hat man diese natürlich nicht. Für einen Testbericht, würde ich aber erwarten, dass man sich auch etwas mit der App auseinandersetzt. Oft reicht es, wenn eben das Kameralicht nutzt oder man den Trackable etwas abwinkelt, damit der Kontrast sich massiv verbessert. Gerade bei Coins mit einer glänzenden Oberfläche, kann so eine Kleinigkeit einen massiven Unterschied machen.

    Zur Geschwindigkeit noch folgendes: Natürlich ist die effektive Geschwindigkeit auch von der Internetverbindung und der Rückmeldung von den Groundspeak Servern abhängig. Aber auch hier hast Du offenbar keinen Test gemacht, sondern nur eine negative Vermutung in den Raum gestellt. Schade.
    Falsch ist hingegen, dass die App keinen Offline-Modus kennt. Man kann TBScan sehr wohl auch benutzen, wenn man keine Internetverbindung hat. Mit der Pro-Version kann man die Bilder speichern und dann wieder aus der Fotomediathek laden, wenn man wieder im Netz ist.

    Es ist übrigens auch schade, dass Du nicht mal die Pro-Version testen wolltest wegen TestFlight. Wir senden Dir aber gerne einen Lizenzcode zu, wenn Du den Test nochmals mit diesen Infos wiederholen willst. Ich bin überzeugt, dass das Resultat dann anders aussieht!

    Noch ein wichtiger Hinweis dazu: In den nächsten Tagen erscheint die Version 1.1. Damit werden unter anderem auch schief aufgenommene wesentlich besser Codes erkannt.

    Der Entwickler ist übrigens immer sehr an Feedback interessiert und reagiert in der Regel schnell, wenn er die Möglichkeit hat etwas zu verbessern. Dazu muss man ihn nur kontaktieren. 😉

    Gruss Dave

    • webmicha sagt:

      Hallo Dave,

      erstmal vielen Dank für deine ausführliche Stellungnahme.

      Natürlich antworte ich gerne darauf, denn anscheinend traut man mir nicht zu mit der App „richtig“ umzugehen. Selbstverständlich habe ich auch das Kameralicht eingeschaltet um auszuprobieren ob es damit besser wird. Und selbstverständlich habe ich den Haltewinkel verändert, um den Trackingcode möglichst gut sichtbar zu haben. Und klar, ich habe Zeit damit „verläppert“ rumzuprobieren ob die App den Code vielleicht doch scannt. Das würde jeder Anwender machen, denn das ist schließlich die Kernfunktion der App. Nach einee Weile und etwas Erfahrung verzichtet man sicher auf dieses „das muss doch gehen“ und gibt den Trackingcode manuell ein.

      Und noch ein Wort zur Pro-Version:
      ein normaler Anwender installiert sicher erstmal TBScan (light) und kauft dann bei Gefallen die Pro-Version. Der Knackpunkt ist meiner Meinung nach die Scan-Engine, damit steht und fällt meines Erachtens der gesamte Nutzwert der App. Und da gibt es ja wohl keinen Unterschied, oder scannt die Pro-Version besser?

      Wenn es in den nächsten Tage ein Update mit verbesserter Scan-Engine gibt, dann schau ich mir das gelegentlich nochmal an, eine Pro-Version benötige ich dafür nicht, es sein denn die Pro-Version würde signifikant besser scannen? 😉

      Bzgl. der Geschwindigkeit habe ich gesagt, dass dies auch von den GS-Servern abhängig ist. Das ist keine negative Vermutung sondern ein Fakt. In dem Zusammenhang meinte ich übrigens auch das mit den besseren Bedingungen: im heimischen WLAN (und DSL) ist der Internetzugriff schneller als in der Kneipe wo es i. d. R. nur mobiles Datennetz gibt. In der Schweiz mag das vielleicht anders sein, Deutschland hat jedoch bei weitem nicht so eine gute Netzinfrastruktur.

      Und zum Offline-Modus, ok die Pro-Version hat den.

      Feedback gibt es ja mittlerweile zur Genüge, du kennst ja auch die anderen Tests oder Facebookbeträge.

      Viele Grüße,
      webmicha

  4. D-Buddi sagt:

    Mal ehrlich, die App hat bei uns von 5 oder 6 Coins gerade mal eine überhaupt erkannt, mit dem Rest kam die App nicht klar obwohl der Code auf dem Display gut lesbar war. Und ja, wir haben es auch mit dem Blitzlicht versucht.

    Wenn man also die Zeit noch mit rein rechnet die man verbaselt in dem verzweifelten Versuch den Code einzuscannen sähe das noch viel schlimmer aus… Ach ja, selbst top Fotos wurden nicht erkannt…

    Ja, die Idee ist gut.
    Ja, das hat Potential.
    Nö, mit der Erkennungsleistung der Vorführ-App befürchte ich eher negative Kritiken.

    Und was ich mich frage (ich arbeite auch in der IT, als Programmierer, schau mal an) wie die App getestet wurde? Nur unter optimalen Bedingungen? Für umsonst hätte ich die vermutlich mal angetestet, für 4,99 Euro wäre ich sehr unzufrieden mit der Erkennungsleistung. Und schön wenn jetzt Version 1.1 kommt aber die hätte vielleicht überhaupt als erste kommen sollen?! Mag sein das es sein erstes Projekt ist und er sehr jung ist, aber hier geht es um eine App die bezahlt werden möchte und in dem Moment ist er Profi!

  5. Dave sagt:

    @D-Buddi, das ist nun aber schon eine sehr widersprüchliche Aussage!! Ihr (Trracer) habt in eurem Blog die App getestet und der Bericht dazu fiel absolut positiv aus. Darf ich mal kurz zitieren:
    „Doch wie schlägt sich TBScan im Alltag? Bei meinem Test überraschend gut. Alle Travelbugs und Coins wurden erkannt. Haperte es doch einmal, half ein Druck auf den Blitzbutton.“ oder „Die Benutzerführung ist sehr einfach gehalten und bei der Mehrzahl der Versuche mit Coins und Travelbugs funktionierte die OCR ohne Probleme.“

    Ich weiss auch nicht, wie intensiv du TBScan getestet hast. Soweit ich weiss bist du ja Android User und darum wohl an TBScan auch wenig interessiert. Ich würde dir darum ja gerne mal über die Schulter schauen, wenn du TBScan benutzt…

    Gestern 21:30 Uhr stand ich im Wald bei einem Cache und habe 8 Travelbug und Coins mit TBScan discovert. Lichtverhältnisse: Taschenlampe und Kameralicht, also bestimmt nicht das was man optimal nennt. Nur gerade mal 1 Coin wurde nicht erkannt, weil der Code sogar von Auge schlecht lesbar war. Das ist TBScan in der Praxis!

    • D-Buddi sagt:

      Das ist für mich nicht Praxis sondern „Papas Sicht“! Mich würde die App nicht mal sonderlich interessieren wenn es sie für Android gäbe da ich kein Freund des Discoverns bin. Dennoch finde ich es natürlich technisch interessant und von meinen Coins ließ sich gerade mal ein erkennen und auch das nur nach viel hin und her… Und wenn schon zitieren dann nicht nur einseitig…

      „Probleme gab es bei allen Geotoken, wenn der Coincode am Rand der Geocoin angebracht ist oder eben die einzelnen Ziffern nicht waagerecht nebeneinander platziert wurden, sondern zum Beispiel kreisförmig den Rundungen der Coin folgen.
      Bei Travelbugaufklebern am Wagen funktionierte die Erkennung auf dem Lack ohne Probleme, bei der Scheibe musste man dann schon mehrere Versuche unternehmen. Ich denke hier ist vor allem die Spiegelung das Problem der OCR. Ein Discovern aus einem Bild heraus (ja die Funktion gibt es auch) hängt sicher stark mit der Qualität der Aufnahme zusammen. Bei mir klappte es leider nicht, “

      Und wenn ich 3 1/2 Sterne bei iTunes sehe scheint sich die Begeisterung in Grenzen zu halten. Auch bei Trracer war es glaube ich eher technisches Begeisterung als die der gebotenen Leistung. Auch widersprechen wir überhaupt nicht der guten Idee sondern lediglich der Erkennungsleistung. Aber lassen wir doch einfach die Anwender entscheiden, die Sterne werden es zeigen 😎

      Aber wenn du meinst, dann wird das vielleicht auch alles ganz anders sein… so aus unglaublich objektiver Sicht 😎

      • Dave sagt:

        „Papas Sicht“ ist ein Blödsinn! Ich benutze die App genau so wie jeder andere auch. Nur dass ich eben einen kleinen Vorsprung und etwas mehr Übung habe! Nichts anderes.

        Dass nicht alles erkannt werden kann, wurde nie bestritten. Im Gegenteil, auf TBScan.com wird transparent darüber informiert, was nicht geht. Absolut verständlich und nachvollziehbar.

        Wenn nun 8 von 10 getesteten Trackables aus der Kategorie „aus technischen Gründen nicht erkennbar“ kommen, dann ist auch klar, warum die Erkennungsrate so schlecht ist… Darum schick doch dem Entwickler mal diese Bilder!!

        Jeder, welcher Probleme mit der Erkennung hat, wird gebeten Musterbilder zu senden. Nicolas kann diese mit einem speziellen Testprogramm aus Sicht der OCR-Engine prüfen und sagen, warum die Erkennung nicht funktioniert. Er kann dadurch aber auch erkennen, wo Probleme vorhanden sind und diese wenn immer möglich beheben.

        Wenn man kritisiert und dann sollte man bitte auch Testbedingungen (Bilder) liefern. Grundsätzlich wird oft der Fehler gemacht, dass man meint, eine App könne einen Code gleich gut erkennen, wie der Mensch mit Auge und Hirn. Das ist aber ein elementaren Fehler! Wer hingegen weiss, wo die technischen Grenzen oder Schwierigkeiten liegen, weiss auch damit umzugehen. Das meine ich mit „mehr Übung haben“!

        Gruss Dave

        • D-Buddi sagt:

          Du musst mal aufhören dich persönlich angegriffen zu fühlen, es geht hier nicht um dich oder deinen Sohn sondern um die beurteilung der App. Und wenn die mehr als eine von zehn Nummern nicht erkennt wird es schwierig, denn wenn ich eh den Zettel rausholen muss dann geht der Sinn verloren. Und sorry, aber natürlich ist das „Papas Sicht“…

          Mit den Testcodes kann man doch schon Popcorn bereit stellen. Selbst wenn er nichts dazu kann, irgendwann wird ein Code plötzlich auf Discover Listen landen und es wird sich einer finden der der Meinung ist es könne nur da passiert sein und schon geht es los 😎

          Du verteidigst da Aussagen die ich gar nicht in Frage gestellt habe, merkst du das eigentlich nicht? Klar geht TBScan transparent damit um. Auch die Aufmachung finde ich völlig ok, wenn auch etwas arg glorifiziert. Nur wird das gegen Anwender die sauer sind weil die App nicht so recht scannen will wenig helfen…

          Wie gesagt, ist dank iTunes eh transparent was die User davon halten werden und da wird es sich halt zeigen ob sie angenommen wird oder nicht. Von mir aus viel Erfolg, für mich war die OCR-Qualität dennoch unbrauchbar für den laufenden Gebrauch und ich mache sehr viel mit OCR. So, und da ich das Gefühl habe es gleitet eh ins persönliche ab bin ich dann auch mal raus. Viel Erfolg mit der App.

          • Dave sagt:

            Sehr gut, dann machen wir es sachlich. Schick die Bilder, Nicolas analysiert sie und dann haben wir ein verbindliches, transparentes Resultat. Ist das ein Deal?

            Übrigens, einen Zettel rausholen muss mit TBScan niemand. Man kann den Code ja bei Problemen auch direkt manuell erfassen (sogar mehr oder weniger gut mit Spracherkennung). Und mit der neuen Version hilft die App auch nochmals bei fotografierten Codes, Dank einer „Vorschau“-Funktion (allerdings ist das eine Pro-Funktion). Das erleichtert die Eingabe nochmals sehr (teste es doch mal). Genau das möchte die TBScan ja bieten: Papierlose, einfache Erfassung von Trackables.

        • webmicha sagt:

          Ich denke, man kann mal Folgendes festhalten:

          Die Erkennung funktioniert gut bei den (klassischen) Travelbug-Tags und TB-Aufklebern, z. B. auf Autos (wenn dieser nicht innen, hinter der Scheibe sind). Die Erfolgsparameter sind in diesen Fällen guter Kontrast und OCR-freundliche Zeichen.

          Bei Geocoins und Geotoken sieht das anders aus. Hier gibt es quasi unendlich viele Möglichkeiten bei der Gestaltung und Beschaffenheit, und dass hier einer Erkennung Grenzen gesetzt sind versteht sich von selbst, sofern man über technisches Hintergrundwissen verfügt.

          Wenn man also ein Produkt auf den Markt bringt, das bekanntermaßen gewissen Einschränkungen unterliegt, dann sollte man vielleicht auch nicht so tun als wäre das etwas revolutionäres. Denn je höher die Erwartungen sind die beim Kunden/Anwender geweckt werden, desto größer ist auch die dessen Enttäuschung wenn es nicht (auf Anhieb) so klappt wie er sich das vorgestellt hat.

          Vielleicht wäre es schlauer gewesen mit der App im Beta-Status zu starten, und diese dann anhand des Feedbacks eine größeren Nutzerschar in einen Zustand zu bringen der allgemeine Akzeptanz findet, und erst dann Geld dafür zu verlangen.

          Aber es ist wie es ist, die App ist da, sie hat Schwächen, diese werden zu Recht kritisiert und damit kann man jetzt mehr oder weniger souverän umgehen.

          Und noch ein Hinweis: der normale Nutzer kennt die technischen Grenzen und Schwierigkeiten nicht, es interessiert ihn auch nicht. Nicht umsonst gibt es das „User Centered Design“, was auch den Erfolg von Apple ausmacht. Der Nutzer erwartet, dass eine App einfach funktioniert und genau das macht was sie soll. ohne wenn und aber.

  6. Widdi sagt:

    Die Diskussion ist niedlich. 2 objektive Tester und ein erboster Vater im Verteidigungsmodus. So kurz und prägnant laesst sich das zusammenfassen.

    Zur Software. Schon VOR diesem Test war mir klar, wie es laufen wird. Ich habe selbst genug Geocoins mit so schon schwer entzifferbaren Codes. Auch habe ich schon teilweise 5+ Bilder von Coins mit/ohne Blitz mittels Smartphone gemacht…… und dann dennoch fast nicht entziffern koennen.

    Als Informatiker lagen mir die Probieme der App sofort offen da und damit wurde meine Erwartung bestätigt.
    Ich bedaure, mangels I-Dreck nicht mittesten zu koennen. Aber auf Grund eigener Erfahrung bin ich sogar sicher, auch ohne TBlogger schneller am PC / Smartphone zu loggen.
    Die Handhabung von Stift und Papier sind einfacher.

    Zum Thema Geld…. ich discovere meist auch nur. Aber 5,– ist mir da auch zu teuer. Ich gebe viel Geld fuers Cachen aus… wenn ich sehe, es lohnt sich.

  7. Capsai sagt:

    Hatte die App auch mal getestet, unter, ich nenne es mal Idealbedingungen, also draußen bei Sonnenschein, also gutes Licht war da.
    Ich muss sagen, die Erkennungsrate war eigentlich okay. Okay, die 5er Grenze nervte etwas und manchmal brauchte er ein wenig, bis er was erkannte, von wegen Fokus usw., aber so im großen und ganzen funzte es, sofern der Code natürlich gut erkennbar war.

    Aber 5 € sind mir zu teuer für die Pro-Version. 1,99 € würde ich vielleicht gerade noch so bezahlen, und das hat nichts mit Geiz zu tun, aber 5 € für eine App, die im Prinzip nur eine Sache kann, finde ich schon heftig.
    Für mich wirkt der Preis eher so, als wollte man hier schön Kohle scheffeln, die blöden Cacher werden es schon bezahlen…