Zu Fuß über die Alpen – Tag 6

Zu Fuß über die Alpen - Tag 6

Zu Fuß über die Alpen – Von Oberstdorf nach Meran | Zusammenfassung des sechsten Tages

Treffpunkt zum Frühstück war heute bereits um 5:55 Uhr mit komplett gepacktem Rucksack. Da wir nach der Besteigung des Similaun wieder an der Hütte vorbeikommen würden, nahmen nur Christian und ich einen Rucksack. Der Rest hatte den Luxus ohne Gepäck unterwegs zu sein 😁. Den verbleibenden Teil des Gepäcks deponierten auf der Hütte.

Die kurze Strecke von der Hütte zum Gletscher – bereits mit angelegten Klettergurt – war schnell hinter uns gebracht. Aus der Nähe betrachtet wirkte er noch imposanter als von der Hütte aus. Wenigstens die Steilheit relativierte sich bei diesem Blickwinkel. Didi führte uns jedoch erst einige hundert Meter auf der Seitenmoräne höher, bevor wir auf den Gletscher gingen. Dort legten wir die Steigeisen an und starteten den Aufstieg auf dem Gletscher.

Schritt für Schritt ging es höher hinauf über Blankeis und vereinzelte Schneereste. Auf halber Strecke nahm uns Didi ans Seil, da wir nun in den Bereich mit Gletscherspalten kamen. Die letzten 150 Höhenmeter legten wir auf dem Grat zurück, wo sich Steileis mit leichter Felskletterei abwechselte. Nach etwas mehr als zwei Stunden standen wir – ein wenig erschöpft und vom Ausblick überwältigt – auf dem Gipfel des Similaun auf 3603 m.

Auf dem Weg hinab führte uns Didi an einigen beeindruckenden Gletscherspalten und Gletschermühlen vorbei und zurück über die Gletscherzunge in Richtung Similaun-Hütte.

Nach vier Stunden standen wir – stolz auf unsere Leistung – wieder auf der Terrasse der Similaun-Hütte. Ab jetzt ging es „nur“ noch bergab bis nach Vernagt. Auf dem Weg über Almwiesen und durch Lärchenwälder hatten wir immer den türkisfarbenen Stausee vor unseren Augen.

Von Vernagt aus nahmen wir den Linienbus bis nach Katharinaberg, wo wir auf einem alten Bergbauernhof direkt am Meraner Höhenweg nächtigten.

Das Bauernhaus in dem wir untergebracht waren, stammte aus dem Jahre 1593 und wäre für ein Museum geeignet. Kleine Stuben, niedere Türen und altes Blockwerk. Leider wurde unser Abendessen im Hof jäh durch einen Regenschauer unterbrochen – was unserer guten Laune aber keinen Abbruch tat – immerhin hatten wir unser Ziel fast erreicht. Morgen würden wir Meran – im wahrsten Sinne des Wortes – zu Füßen liegen haben!

Etappe 1: 6km – 4 h – 650 hm rauf – 650 hm runter (Similaun)
Etappe 2: 5,5km – 2:15 h – 1150 hm im Abstieg

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  1. 27. September 2018

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