Zu Fuß über die Alpen – Tag 5

Zu Fuß über die Alpen - Tag 5

Zu Fuß über die Alpen – Von Oberstdorf nach Meran | Zusammenfassung des fünften Tages

Als wir uns am vergangenen Abend in unser Matratzenlager zurückzogen, regnete es hier auf der Höhe schon ergiebig. Erfreulicherweise wurden wir heute Morgen um 6:00 von einem wolkenlosen Himmel begrüßt. Auch heute wollten wir wieder früh unterwegs sein, da wir für den Rest des Tages noch ein straffes Programm hatten.

 

Anfangs über Blockhalden und danach über Geröll-Felder zog sich der Weg immer weiter nach oben. Die letzten 100 m mussten wir in stark ausgesetztem Gelände am Sattel queren. Stellenweise war der Weg hier auch mit Drahtseil-Absicherungen versehen.

Nach etwas weniger als zwei Stunden standen wir zum ersten Mal für diese Tour auf über 3000m – auf dem Pitztaler Jöchel mit einem Fuß im Pitztal und dem anderen Fuß im Ötztal. 😄

Der erste Teil des Abstiegs erforderte nochmals unsere ganze Konzentration! Über große Blockhalden ging es teils am Rande von Schneefeldern und mit Drahtseil und Eisentritten abgesicherten Passagen zum Rettenbachferner hinab.
Von hier aus gibt es zwar eine lohnenswerte Variante über den Panoramaweg nach Vent, die wir jedoch aufgrund unserer Planung für den Folgetag verwarfen. Wir ließen uns hingegen von einem Taxi abholen und ans Ende des Ötztal nach Vent (1900 m) fahren.

Dort gönnten wir uns nochmals eine kurze Rast bevor wir den Aufstieg Richtung Martin-Busch-Hütte starteten. Da der Normalweg schon seit zwei Jahren aufgrund eines Felssturzes gesperrt ist, mussten wir einen kleinen aber schönen Umweg in Kauf nehmen und kamen nach 2:45 Stunden auf der Hütte an. Oft konnten wir noch Zeugen des vergangenen harten Winters sehen: an vielen Stellen war der reißende Fluss noch von Resten der Lawinen des Frühjahrs überdeckt.

Der Weg zog sich stetig am Talhang nach oben. Und wie sollte es auch sein: die Hütte erblickten wir wieder erst kurz bevor wir sie erreichten.

Eigentlich wären wir alle gerne hier geblieben und hätten die Sonne auf der Terrasse genossen. Nach fast einer Stunde Pause musste ich ein dann doch den „Sklaventreiber“ heraushängen lassen und zum Aufbruch drängen. Schließlich lagen noch weitere 500 Höhenmeter und fast 5 km vor uns. Das Tagesziel war die Similaun-Hütte an der Grenze von Österreich nach Italien auf etwas mehr als 3000 Meter Höhe.

Da es auf halber Strecke zu regnen anfing liefen wir die Strecke in knapp 1:30 Stunden, was für diese Höhe schon ein beachtliches Tempo ist – die vergangenen Tage haben der Kondition schon gut getan. Aufgrund des Wetters hatten wir nicht unbedingt die Muse den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Immerhin erhoben sich Berge vor uns, die  teilweise mehr als 3500  Meter hoch sind. Einer davon sollte uns noch etwas zu schaffen geben: der Similaun!

Auf der Hütte hatten wir einen Termin mit unserem Bergführer Didi, der uns morgen früh auf genau diesen führen soll. Nach dem Essen besprachen wir mit Didi den morgigen Tag, probierten die Klettergurte und Steigeisen an und gingen recht früh in unsere Betten .

Etappe 1: 3,6 km – 2:50 h – 250 hm im Anstieg – 340 hm im Abstieg
Etappe 2: 8,3 km – 2:49 h – 659 hm im Anstieg – 80 hm im Abstieg (Vent – Martin-Busch-Hütte)
Etappe 3: 4,6 km – 1:40 h- 500 hm Anstieg (Martin-Busch-Hütte – Similaun-Hütte)

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1 Antwort

  1. 13. September 2018

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