Newbie Bashing – Das muss doch nicht sein

Ein Kommentar von webmicha

Diese Woche wurden in meiner Homezone zwei neue Tradis veröffentlicht. Beide Caches wurden von unerfahrenen Ownern gelegt und in beiden Fällen waren die Koords deutlich im Off. Das ist natürlich blöd, doch noch viel blöder ist das, was dann passiert ist! „Erfahrene“ und „seriöse“ Geocacher mit tausenden von Funden haben nichts Besseres zu tun als diesen GC-Newbies gleich mal ein NA-Log reinzudrücken und sie zu beschimpfen. Die Überheblichkeit die dabei an den Tag gelegt wurde ist einfach nur peinlich und das Verhalten eher zweifelhaft für die Community. Einer hat sogar geloggt, dass er vergeblich 30km gefahren sei da er ja keinen FTF loggen konnte weil die Koords so sehr im Off waren.

Geht’s noch?

Ganz ehrlich, da fragt man sich schon ob’s bei denen noch geht?!  Aber wenn halt zwei Cacher mit zusammen fast 9000 Funden nicht fündig werden, dann ist GC einfach nur noch xxxxxx, da sind die Smartphones schuld und überhaupt gibt es viel zu viele Cacher, die keine Ahnung haben und das Hobby ruinieren. So jedenfalls interpretiere ich überspitzt (wirklich überspiitzt?) den Tenor der Logs, wobei teilweise Logs schon wieder gelöscht wurden.

In keinem Fall gab es „seriöse“ Hilfsangebote. Aber sei’s drum, irgendwann werden sich solche Leute vermutlich eh ein anderes Hobby suchen, denn das Geocaching in der Form wie sie es gerne hätten, gibt es nicht (mehr).

Koords mit dem Smartphone ermitteln

Ich selbst bin ein bekennender Smartphone-Cacher, ich habe mit einem das Cachen angefangen und sehe keinen Grund daran etwas zu ändern. Natürlich muss man richtig damit umgehen können und gerade beim Einmessen von Koords für einen neuen Cache ist eine gewisse Sorgfalt und Kontrolle notwendig. Für Android Phones kann ich dafür zwei Apps empfehlen: GPS Averaging oder Geocache Placer. Beide führen eine Mittelung der Koords durch und ermöglichen die gleichzeitige Kontrolle der Position auf der Karte. Davon abgesehen ist es sinnvoll die Messung der Koordinaten zu verschiedenen Tageszeiten zu wiederholen, denn die Signalqualität kann schwanken. Viele neuere Smartphones empfangen mittlerweile neben GPS auch GLONASS Signale und erhöhen dadurch die Genauigkeit. Ein Abgleich mit einer Karte ist jedoch immer zwingend vorzunehmen! Bei Google Maps kann man direkt die Koordinate eingeben und sich den zugehörigen Punkt anzeigen lassen. Durch Wechseln der Ansicht zwischen Karten- und Satellitenansicht sind größere Offsets schnell zu erkennen. Das gleiche ist auch mit den Bing Maps möglich, dort heißt die Satellitenansicht allerdings Vogelperspektive. Natürlich gibt es noch andere Karten, ich wollte hier nur mal einfache Möglichkeiten aufzeigen.

Happy Caching!

In diesem Sinne, bis bald im Wald oder auf einem Schulweg 🙂

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11 Antworten

  1. Maddy sagt:

    Von meinem Vater, Vermesser von Beruf, der sich deutlich mehr mit der Materie Ortung auseinandersetzt, weiß ich, dass Glonass immer wieder Probleme in der Ortung gibt und deshalb in der Landveessung außer Acht gelassen wird.
    Genauer wird dadurch eine Ortung also eher weniger 😉

  2. die-gollums sagt:

    Die Frage ist doch: wie kam jemand zu diesem Hobby?
    Via Medien oder Bekannte?
    Beim Zweiten ist zu hoffen, dass diese Person/en genug Wissen weitergegeben hat. Und sie nicht einfach mit ‚ein Spass, macht das mal‘ hinterlassen hat.
    Ich persönlich führe Newbees richtig ein und sage noch: findet zuerst mal 100-200 Boxen, bevir ihr selber auslegt.

  3. Zappo sagt:

    …jetzt diskriminiert doch nicht Leute, nur weil sie VIELE Funde haben oder für nen FTF 30 km ins Auto sitzen. Das liegt zwar ein wenig auf der Hand – aber da muß man sich eben innerlich dagegen wehren. Das sind auch Menschen 🙂 🙂 🙂

    So wie ich das rauslese, wurde da ein Ton angeschlagen, der weder sinnvoll noch sportlich ist. Hätte aber auch von nem Cacher mit 100 Funden sein können.

    Zivilisierter wäre natürlich gewesen, im Fundfall die genaueren Koordinaten ins Listing einzutragen bzw. dem Owner mitzuteilen. Und ein DNF liegt -aus verschiedenen Gründen- beim Cachen im Bereich des Möglichen und gehört zum Spiel. Da jetzt Schuldzuweisungen und Aufrechnungen Kosten/Aufwand/Nutzen/entgangene Lebensfreude anzustellen, halte ich deutlich für daneben.

    Aber offensichtlich mündet auch eine fundreiche Cacherkarriere nicht zwangsweise im Wissen, was Cachen ist und was da dazugehört – incl. Fehler von Mitspielern und Betragen gegenüber anderen.

    Gruß Zappo

  4. Erstling1 sagt:

    Ein schöner und konstruktiver Beitrag! Danke schön! Geocaching war und ist ein tolles Hobby, gerade wegen dem Miteinander. Wollen wir versuchen, das zu erhalten!

  5. Clownfisch sagt:

    FTF-Jäger fallen bei mir unter die Rubrik Statistikcacher und auf die braucht man eh keine Rücksicht nehmen. wer 30 km einfach für nen FTF rast, dem gehört es nicht anders 😉

  6. fittererfamily sagt:

    beim Mitteln der Koordinaten sollte mit jedem Gerät – ob Smartphone, GPS-Empfänger, -Tracker… immer mehrere Messungen durchgeführt werden. Das hat der Autor oben ja schon erwähnt. Allerdings sollte hierbei auch darauf geachtet werden, dass man diese mehrere Messungen auch mit verschiedenen Neigungswinkeln des Gerätes und Orientierung in verschiedene Himmelsrichtungen durchführt. Die Satelliten über uns bewegen sich, sie stehen nicht an einem Platz, und der Empfang ist aufgrund der Tageszeit und des Wetters nicht immer gleich. Dies führt ebenfalls zu Abweichungen. Nach dem „Einschalten“ des GPS- Empfängers oder Aktivieren des GPS am Smartphone sollte nicht sofort mit dem Messen begonnen werden. Bessere Geräte zeigen an, von wie vielen Satelliten sie Signale erhalten.
    Auch insbesondere für Newbies wäre wichtig, die im Feld ermittelten Koordinaten vor dem Eingeben mittels einer luftbildgestützten Kartensoftware bzw. Google Maps/Satellit zu verifizieren.

  7. Zappo sagt:

    naja, ganz ehrlich – ich halte das für ziemlich overdosed.

    Ich geh zu meinem „Schatz“ , nehm die Koords, dann geh ich ein wenig weiter und versuche mit den Koords die Kiste zu finden. Das mach ich maximal 3 mal, dann nehm ich das Passendste und gut. Den Rest macht das Listing, der Hint und/oder das Spoilerbild. Das hat selbst mitm Gecko funktioniert.

    Hinlaufen, bis null Meter angezeigt wird und sich dann zu bücken, wird wohl in den wenigsten Fällen funktionieren.

    Gruß Zappo

  8. Steffen sagt:

    Mir sind solche Kommentare auch schon des öfteren aufgefallen.
    Und ich denke, dass man mit etwas Erfahrung schon „bekannte“ Stellen, trotz OffKoordinaten, finden kann.
    Der Umgang ist alles. Man kann die Owner/innen auch nett darauf hinweisen, dass wohl etwas falsch lief.

    Ich finde nicht, dass die Neuen, immer erst bis zu 200 Caches warten sollen. Grade ein eigener Cache spornt manchmal zum Weitersuchen an.
    Ich finde es persönlich schön, wenn es neue Cacher/in gibt. Also nicht gleich wieder vergraulen. Ist doch kein exklusives Hobby 🙂

    Grüße

  9. TheBigMG sagt:

    Moin!

    Die Anzahl der gefundenen Caches sagt so gar nichts über die Qualität aus, die ein gelegter Cache des gleichen Owners hat. In meiner Anfangszeit habe ich auch oft gelesen, dass mind. 100 Dosen als Muss gelten sollte. Aus meiner Sicht Quatsch.
    Und ich denke, dass Kritik am Cache immer in eine private Mail an den Owner gehört und nicht in die Logs. Gleichsam schließe ich mich der Meinung an, dass 30 km für einen verpassten FTF lange kein Grund ist über die Dose zu meckern. Hier sollte man sich mal Gedanken machen, was man – wohl möglich noch alleine im SUV sitzend – der Umwelt mit der Fahrerei antut.
    Gruß aus dem Weserbergland TheBigMG

  10. Annegret sagt:

    Ja, dieses „Gezicke“ hat man leider total oft. Jeder hat irgendwann mal angefangen. Und viele vergessen zudem noch das Geocaching doch eigentlich ein Spiel, Spaß und Hobby. Ich würde mir mehr „Leben und Lebenlassen“ wünschen.