Ohne Worte

Ohne Worte

Geocaching ist ein schönes Hobby. Für Viele beinhaltet dieser Spaß nicht nur das Suchen von Dosen, sondern auch das Verstecken. Es werden Strecken ausgesucht, Koordinaten genommen, Fotos gemacht, Aufgaben versteckt und am Ende entsteht daraus zunächst einmal ein Listing. Dieses Listing soll dem Suchenden einen Eindruck dessen vermitteln, was ihn draußen erwartet. Es beschreibt einen besonders schönen oder geschichtsträchtigen Ort. Eventuell enthält es ein tolles Rätsel oder es beschreibt die verschiedenen Stationen eines Multicaches. Man erhält Informationen über die Länge der Strecke die zurückgelegt werden muß, um einen bestimmten Zeitrahmen eingrenzen zu können. Man weiß, ob spezielle Ausrüstung benötigt wird oder ob der Weg z.B. kinderwagentauglich ist.

Listings ohne Text

Nun kommt es vor, dass Listings komplett ohne Text beim Reviewer eingereicht und auch veröffentlicht werden. Es widerspricht nicht den Guidelines und so steht einer Veröffentlichung, falls sonst alles in Ordnung ist, nichts im Wege.

In unserer Gegend wurde nun eine ganze Serie solcher Caches veröffentlicht und der einzige Text den das Listing beinhaltet ist: „Stift mitbringen“. Hier hat man wirklich das Gefühl, es würden Caches nun einfach wild in die Gegend geworfen, ohne jeglichen Hintergrund.

Keine Mindesanforderungen

Regeln für ein Listing, Möglichkeiten, das „wilde“ Auslegen zu verhindern, Kriterien die zum Legen eines Caches zwingend notwendig sind, Mindestalter des Cachelegers, Mindestanzahl gefundener Caches usw., gibt es nicht.

Es wäre schön wenn zu diesem Thema eine rege Diskussion stattfinden würde. Vielleicht kann man mit dem einen oder anderen Denkanstoß solche „sinnfreien“ Caches für die Zukunft verhindern.

Tina „hartehunde“

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4 Antworten

  1. Seekers98 sagt:

    Hallo Tina,
    ich kann deinen Frust gut verstehen. Wir hatten unseren „The end of mystery“ vorher auch schon woanders ausgelegt und tagelang Arbeit reingesteckt und dann konnte er wegen Abstandskonflikten und NSG nicht freigeschaltet werden. Der Unterschied war nur, dass das damals unsere eigene Blödheit war… 🙂
    Ich sehe leider keine Chancen, subjektiv blöde Caches zu verhindern. Mir fällt zu fast jeder möglichen Regel ein Gegenargument ein:
    Mindestanzahl der Funde: Ich habe von Leuten mit 3 Funden schon weitaus bessere Caches gesehen als von Leuten mit über 500 Funden. Es gibt einfach Kreativlinge, die aber keine Lust zum suchen haben.
    Mindestalter: siehe Gekkocacher
    Listing: Manche Owner sind handwerklich sehr begabt und bauen tolle Cacheverstecke, aber schreiben ist nicht so ihr Ding.
    Subjektiv will man natürlich lieber einen schönen Multi anstatt ein paar lieblos hingeworfener Filmdosen haben, aber selbst da habe ich in letzter Zeit das Gefühl, dass das vielen Cachern egal ist, Hauptsache es gibt schnell und einfach Punkte.
    Objektiv wüsste ich nicht, wo man da die Grenze ziehen soll. Manches ist dann doch Geschmacksache und man sollte auch jedem Anfänger zugestehen, dass er mit ein paar einfachen Tradis anfängt, Lob und Kritik von den anderen bekommt und sich dann qualitativ steigert.
    In eurem konkreten Fall sehe ich kurzfristig kaum Möglichkeiten etwas zu machen, die Regeln sind halt so. Vielleicht hat sich die Sache in einem Jahr erledigt, muss aber nicht sein. Alternativ könntet ihr einen Deal anbieten. Ihr archiviert eine alte Strecke von euch, wo sie sich dann austoben können und im Gegenzug geben sie das andere Gebiet frei…
    Viele Grüße und viel Erfolg, Marco

    • webmicha sagt:

      Ich finde schon, dass man da was dagegen tun kann. Als einzelner sicher nicht viel, aber die Community dafür umso mehr. Zum einen könnte die Community konsequent solche Caches ignorieren (falls man auf den Statistikpunkt verzichten kann – soll es tatsächlich geben) und zum anderen könnte man durch Notes dem Owner ganz klar sagen was man von seinem Cache hält. Selbst wenn man den Cache loggen sollte, kann man das entsprechend im Log mitteilen.

      Es braucht nicht immer Regeln, gesunder Menschenverstand und Charakter helfen auch 🙂

  2. Tina sagt:

    Hallo Marco,

    es geht hier eigentlich wirklich nur um den Inhalt des Listings. Der Inhalt kann kurz sein, sollte aber ein bisschen was über den Cache aussagen.
    Mit unserem unveröffentlichten Cache hat es nichts zu tun. Ich wollte mit meinem Artikel lediglich eine Diskussion zu diesem Thema entfachen.

    Gruß Tina

  3. Akash@ sagt:

    Hallo zusammen,

    solche Minimallisting-Caches habe ich auch schon entdeckt, ich persönlich finde es sehr schade, wenn ein Owner zu seiner Dose nicht viel oder gar nichts zu sagen hat, egal ob nun aus Unsicherheit oder Unkenntnis.

    Ob das Problem nun mit festgelegten Regeln in den Griff zu bekommen ist, ist fraglich, wie will man zum Beispiel Altersangaben überprüfen? Ausweiskopien? Ich denke, das würde mir dann doch zu weit gehen.

    Ich persönlich lasse mich nur ungern auf solche „Überraschungseier“ ein und ignoriere sie daher meistens. Vor allem wenn ich mit unserem Nachwuchs unterwegs bin, weiß ich schon gerne, was auf uns zukommt. Gerade beim Cachen mit Kindern ist es schon sehr hilfreich, wenn man vorher weiß, ob das Fahrrad mitgenommen werden kann und ob die Suche auch für die Jüngeren erfolgreich zu bewältigen ist.
    Solche „Stift mitbringen“-Dosen stehen bei der Familientourplanung einfach nicht zur Debatte. Wer sie für die Statistik braucht, soll sie gerne loggen, für mich ist das nicht Sinn der Sache.

    Ob das über die Community zu regeln ist, ist meiner Meinung nach auch fraglich, es gibt doch zu viele reine Dosenzähler, die selbst liebevoll gestaltete Listings nicht mal durchlesen und nur auf den schnellen Fund aus sind – also quasi die ideale Kundschaft für derartige Listings.

    Grüße, Simone