Knochenfinder

WENN GEOCACHING ZUM BLUTIGEN SPIEL OHNE GRENZEN WIRD …

Ein Schüler verschwindet spurlos. Wenig später wird in einem Geocaching-Versteck im Rothaargebirge ein Finger gefunden, und an der Schule des Vermissten kursieren brutale Gewaltvideos. Kommissarin Natasche Krüger und ihre Kollegen suchen nach einem Täter – und ahnen nicht, welches grausame Spiel dieser mit ihnen spielt. Dernn kurz darauf gibt es einen weiteren Geocaching Fund …

Soweit der Klappentext des Kriminalromans „Knochenfinder“ von Melanie Lahmer. Obwohl ich sehr gerne Krimis lese, ist dies der erste, in dem Geocaching eine Rolle spielt. Allerdings liegt das daran, dass ich das Buch geschenkt bekommen habe, denn es ist schon fast zwei Jahre auf dem Markt. Selbst hätte ich es mir nicht gekauft, denn GC muss nicht in alle Lebensbereiche Einzug halten.

Lektüre für einen regnerischen Sonntag

Heute morgen lag es also auf dem Frühstückstisch, ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk von lieben Freunden. Und weil heute nichts weiter anstand und für den ganzen Tag Regen vorhergesagt war, machte ich es mir gemütlich und begann zu lesen. Es ließ sich gut an, die Charaktere werden ganz gut beschrieben und aufgebaut ohne sich zu sehr in Details zu verlieren, so dass man sich als Leser nicht in belanglosen Nebensträngen verliert, was ich gar nicht mag. Die Erläuterungen zum Geocaching sind schlüssig, was wohl daran liegt, dass die Autorin selbst diesem Hobby nachgeht. Allerdings wird auch das eine oder andere Klischee der GC-Community bedient.

Knochenfinder

Für meinen Geschmack ist leider viel zu früh klar (schon im ersten Drittel) wer der Täter ist, Vielleicht ist das auch Absicht und der Spannung tut das nur wenig Abbruch, denn bis die Ermittler darauf kommen dauert es ja doch eine ganze Weile. Gegen Ende baut die Story etwas ab, die Auflösung ist ziemlich hanebüchen und ich war dann doch ganz froh, als ich mit dem Buch fertig war: mein Intellekt war nicht mehr gefordert.

Müsste ich „Knochenfinder“ bewerten, würde ich dem Roman 3 von 5 Sternen, gemäß der Definition von GCVote geben. Zum Preis von 8,99 € für das Taschenbuch aus dem Verlag Bastei-Lübbe, bekommt man auf ca. 450 Seiten solide Unterhaltung ohne viel Anspruch. Ich war nach ca. 6 h durch, einen Eifel-Krimi schaffe ich nicht in der Zeit.

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