Bye bye Whatsapp

Es war die Sensation diese Woche: Facebook kauft Whatsapp. Und was hat das nun mit Geocaching zu tun? Eine ganze Menge!

Wie viele andere Nutzer auch, verwenden Geocacher Whatsapp für die Kommunikation untereinander und natürlich ist auch hier die Verunsicherung groß.

Die letzten Tage waren geprägt von Diskussionen und dem Ausprobieren alternativer Messaging-Dienste.

Warum viele Whatsapp den Rücken kehren

Nun, Whatsapp stand ja schon oft in der Kritik – der Dienst sei unsicher hieß es immer wieder, und Facebook ist auch nicht gerade bei den Datenschützern beliebt. Beide zusammen ergeben eine Kombination die nicht unbedingt Gutes erwarten lässt. Vor allem aber, gibt es sehr viele Whatsapp-Nutzer die gar nicht bei Facebook sind und das auch nicht sein wollen. Die lassen sich auch nicht einfach übernehmen.

Viele Artikel und Kommentare sind zu diesem Mega-Deal veröffentlicht worden, am besten finde ich Bye, bye, WhatsApp? Darum steigen die Nutzer jetzt aus [Kommentar] im t3n-Blog. Besser hätte ich es auch nicht schreiben können, die Autorin trifft meine Ansicht dazu vollständig.

Ich bin ja schon lange in der IT unterwegs, aber in 20 Jahren habe ich ein derartiges Nutzerverhalten noch nie erlebt. Nachdem andere Dienste seit Tagen große Zuwächse vermelden, macht Whatsapp heute Abend auch noch die Grätsche!

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Spekulation: zuviele Account-Löschungen?

Alternativen

Die beiden großen Gewinner der Whatsapp-Verweigerung scheinen Threema und Telegram zu sein. Vor allem letzterer, ein Opensource-Projekt, ist dem Ansturm neuer Nutzer kaum noch gewachsen. Mit 100 Registeierungen pro Sekunde (das wären 360.000 pro Stunde oder 8,64 Mio in 24 h) sind die Systeme zur Zeit ebenfalls überlastet und in Europa führt das zu Verbindungsproblemen.

Natürlich gibt es noch viele weitere Messenger, vor allem in Asien gibt es ebenfalls Dienste mit vielen hundert Millionen Nutzern. Dazu zählt z. B. Line, was man auch gleich sieht: hier dominiert der Manga-Style, was nicht undebingt den westlichen Geschmack trifft.

Meine Empfehlung

Nach ausgiebigen Test empfehle ich ganz klar Telegram, unter anderem aus diesen Gründen:

  • User Interface fast wie Whatsapp, man muss sich nicht umgewöhnen
  • Einfache Registrierung und Bedienung
  • Kommunikation ist verschlüsselt
  • Multi-device-fähig mit Synchronisation via Cloud: z. B. haben Smartphone und Tablet haben den denselben Stand, auch wenn man das Gerät zwischendrin wechselt
  • PC-Clients verfügbar, ebenfalls synchron zu den Apps (komfortabel!)
  • Nachrichten können automatisch gelöscht werden (secure chat)

In meinem Bekannten- und Freundeskreis sind die meisten jetzt bei Telegram, die meisten davon sind Geocacher, die sich in mehreren Gruppen organisieren. Es ist kaum einer „verloren“ gegangen. Und so heißt es denn auch bei mir „Bye bye Whatsapp“!

Aber die Facebook-Seite bleibt bestehen, da müsst ihr euch keine Sorgen machen. Wer nun meint das sei nicht konsequent, möge bitte oben verlinkten t3n-Artikel (nochmal) lesen.

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1 Antwort

  1. wuselmann sagt:

    Wie vermutlich viele Lösungen hat auch diese den ein oder anderen Haken:
    http://www.zeit.de/digital/mobil/2014-02/threema-telegram-surespot-chatsecure-vergleich/seite-4