Cacheland-Games: Attended

Fahrt in die Schweiz

Ganz kurzfristig ergab sich die Gelegenheit, doch noch die Cacheland-Games  zu besuchen und so buchte ich am Donnerstag noch Hotel und Ticket und startete am Freitag vormittag in Richtung Schweiz.

Ich besuche sehr gerne Events, denn  man  lernt meist schöne, neue Regionen kennen. Vor allem aber freue ich mich immer darauf, Freunde endlich wieder persönlich zu treffen.

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Diese Freude wurde jedoch von den doch recht stattlichen Preisen in  der Schweiz ein wenig getrübt. Man muss doch schlucken, wenn man eine Vignette für  40 Franken benötigt, schon die Jugendherberge pro Nacht 70 Franken im Doppelzimmer kostet- vom Hotelzimmer ganz zu schweigen- und auch noch die Parkgebühren mit 25 Franken pro Tag zu Buche schlagen. So gesehen war der Eintritt mit 13 Franken im Vorverkauf und 16 Franken an der Tageskasse gar nicht soooooo teuer, wie manche sich beschwerten 😉

Grüezi Geocacher aus aller Welt

Nach nicht allzu langer Fahrt kam ich bei herrlichstem Wetter in der schönen Region an und begab mich, nach dem Einchecken im Hotel, gleich zum Eröffnungsevent, welches bereits um 11 Uhr mit einem Alphorn Konzert gestartet hatte.

Wie schön, dass ich gleich auf ein Rudel Freunde traf, so machte doch das Ganze sofort richtig Spaß. Die Sportanlage Kreuzbleiche stellte eine geeignete Stätte dar um das Event auszurichten. Mir schien, dass das Ganze recht gut organisiert war,  auch das Eintrittspaket war schnell abgeholt.

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Auf den Rasenanlagen luden Biertische zum gemütlichen Verweilen und Austausch ein und an Imbiss- und Getränkeständen konnte man sich selbst versorgen. Man hatte versucht, die Preise hier erschwinglich zu halten, was teilweise gelungen war. So konnte man Getränke für 3 Franken erwerben, bei 8 Franken für einen Crepes oder 10 Franken für eine große Portion Pommes versorgten sich doch einige lieber aus ihren Rucksäcken.

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Aussteller in der Sporthalle

In der Arena der Sporthalle befanden sich einige Aussteller-Stände und es gab ein großes Hallo, als ich auf Ionpaint-Caching Team mit ihrem neuen Shop Cacherstore  und auch auf den schweizer Coindesigner ernie’s traf.

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Logbuch: die Schweiz

Toll war das Logbuch: in Form der Schweiz gebastelt, konnte man sich entweder in den Regionen oder auf dem weißen Kreuz selbst eintragen.

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Lesung von Bernhard Hoecker

Nach einem kleinen Rundgang durch die Stadt, die leider voller Baustellen war, reichte es dann abends noch zu einem Besuch bei der Lesung von Bernhard Hoecker. Wir hatten hier nur noch Sitze an den seitlichen Rängen bekommen, wo wir aufgrund der schlechten Akustik überhaupt nichts verstanden.

Hoecker 1

Fehlende Helfer und Hilfsbereitschaft der Mainzer

In der Pause nahm die Bar ihren Betrieb auf und ich wunderte mich, dass das Mainzer Orga-Team auch schon hier wieder zugange war. Hatte ich sie nicht erst nachmittags am Bierstand gesehen?

Doch nicht der Arbeitseifer sondern eine große Hilfsbereitschaft hatte sie an diesen Stand getrieben. Ich musste erfahren, dass an diesem Freitag fast die Hälfte der zugesagten HelferInnen ihren Dienst nicht angetreten haben. Das fand ich doch ein starkes Stück und das Verhalten der Mainzer, hier einfach per Dauerdienst Hilfe zu leisten, war einfach vorbildlich!

Cacheland-Games

Am Samstagmorgen startete das Hauptevent bereits um 9 Uhr. Der Name war hier Programm, denn es stand ganz im Zeichen der Spiele. Diese waren dem wohl bekanntesten Schweizer, Wilhelm Tell, gewidmet, was man am Maskottchen gut erkennen konnte.

Wilhelm Tell Signal

Nach und nach füllte sich das Event- Gelände und viele Cacher übten sich in verschiedenen Disziplinen auf dem Rasen. Hier waren tolle Stationen vertreten, die liebevoll vorbereitet waren. Die meisten Aufgaben drehten sich um Herausforderungen des Geocachens, das Ganze nett und dekorativ verpackt. So konnte man sich im Bigshot-Schießen, Hindernisparcour, Lockpicking und vielem mehr versuchen.

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Indoor-Camping und Shops

In der Halle waren noch einige Stände dazu gekommen. Auch das Geocaching-Magazin war mit Christian Gallus persönlich vertreten und der Designer der Event-Coins, Conivo, zeigte an seinem Stand die neusten Coins.

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Ich hatte auch die Gelegenheit, die „Räumlichkeit“ des Indoor-Campings zu besichtigen, denn eine Freundin hatte dort übernachtet. Ok- schluck- es erinnerte mich an den Besuch der Bunkeranlage in Luzern. Kein Wunder, dass sie kein Auge zugetan hat in dieser Nacht.

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Logbuch: alles Käse oder was?

Sehr gut gefiel mir wieder das Logbuch: diesmal war es ein Schweizer Käse, besser gesagt sogar zwei. Loggen konnte man nämlich entweder auf einem Käse im Wagen oder auf einem „mobilen Logbuch“, denn der Käse war einer netten Schweizerin auf den Rücken geschnallt.

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Gespräch mit Andy, dem Orga-Chef

Andy, der gestern noch einen recht aufgewühlten Eindruck hinterlassen hatte, zeigte sich heute viel entspannter. Ein Aufruf über Mikrophon hatte doch noch einige Helfer anwerben können, so dass alle Stationen nun besetzt waren. Er berichtete, dass man sich immer auf das 12-köpfige Team verlassen konnte und man sich sehr  über die Zusammenarbeit mit der Stadt  St. Gallen gefreut habe. Richtig willkommen seien die Geocacher hier gewesen, strahlte er stolz. Nach dem Event wolle er aber zunächst mal ein paar Monate komplett ausspannen.

Meeting mit Bryan Roth

Wie schön, dass Bryan Roth, einer der drei Groundspeak-Chiefs, mit seiner Frau Heydee dieses Event besuchte. Bereits vorab hatte ich mit ihm ein Treffen mit Interview vereinbart, über welches ich noch berichten werde.

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Salut St. Gallen

Leider musste ich schon am Nachmittag St. Gallen wieder verlassen, so dass ich über das Abendprogramm und das Sonntags-Event nichts weiter erzählen kann.

Hat es sich gelohnt in die Schweiz für dieses MEGA zu fahren? Wie bei jedem Event gibt es natürlich auch hier kritische Stimmen. Vor allem gilt es abzuwägen, ob die Kosten für ein Wochenende in der Schweiz das Vergnügen wert ist – das muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden. Ich hätte mir für mich gewünscht, dass ich doch mehr Zeit gehabt hätte, um die Region näher kennen zu lernen und vielleicht auch Liechtenstein einen dritten Besuch abzustatten.

Die Cacheland-Games selbst verteilten sich auf einem größeren Areal als „MEGA Switzerland“ in Frauenfeld vor zwei Jahren. So hat mir das etwas kleinere, überschaubare und persönliche Feeling ein bisschen gefehlt. Ich finde es jedoch immer bewundernswert, wenn ein Team sich die Mühe macht, für andere Geocacher etwas Besonderes zu planen und zu organisieren. Viel Kreativität, Zeit und Energie sind in die Cacheland-Games geflossen und dafür bedanke ich mich ganz herzlich beim gesamten Orga-Team!

Salut St. Gallen und Grüezi Frauenfeld 2017 🙂

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1 Antwort

  1. Guido / Longtomsilver sagt:

    Wunderbarer Bericht „thumps up“ 🙂