Garmin Oregon 600 im Test – Teil 2

Im ersten Teil unseres Test, haben wir uns das Gerät und das Handling angesehen. In diesem Beitrag gehen wir auf die für uns wichtigste Funktion ein: „Geocaching“. Und dabei stellt sich zu aller erst die Frage, wie bekomme ich Geocaches auf das GPS und was hat es mit dem Dateiformat GGZ zu tun?

Eine Vielzahl an Möglichkeiten

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Geocaches auf das Garmin Oregon 600 zu bekommen. Am einfachsten, und das dürfte klar sein, ist die Koordinateneingabe. Jedoch werden dadurch keine Cachebeschreibung oder Bilder aus Cache-Listings, wie z.B. Spoilerbilder, auf das GPS übernommen. Eine weitere Möglichkeit ist die „Send to GPS“ Funktion, in der Cachebeschreibung von geocaching.com. Hier wird, vorrausgesetzt man ist Premium-Mitglied, das gesamte Cachelisting, inkl. Hints, auf das GPS-Gerät im GPX-Format übertragen. Die nächste Möglichkeit, besteht darin, eine PocketQuery zu erstellen und diese auf das GPS-Gerät zu laden.

Leider ist es Basic-Membern verwehrt, Cache-Listings auf ein GPS-Gerät zu speichern und auch PocketQuery´s zu nutzen. Und da auch Geocaching.com die mobile Verwendung von Spoilerbildern auf GPS-Geräten nicht unterstützt, kann diese Möglichkeit z.B. über das Datenbankprogramm GSAK durchgeführt  werden. Hierzu später mehr.

GPX oder GGZ

Für die neue Oregon Serie, wurde von Garmin ein neues Datenformat namens GGZ entwickelt. Das GGZ-Format soll es ermöglichen, eine unbegrenzte Anzahl von Geocaches auf das GPS zu übertragen. So hätte man damit die Möglichkeit, alle weltweit existierenden, aktiven Geocaches auf das Oregon 600 zu laden.(Stand 09.06.2013, 2.104.707 Geocaches) Das bisher verwendete GPX-Format, lässt „nur“ eine Anzahl von max. 5000 Geocaches zu.

GGZ unterstützt keine Bilder

Bei der Ankündigung der neuen Oregon Serie Anfang des Jahres, wurde in verschiedenen Internetforen darüber geschrieben, dass das GGZ-Format es zukünftig erlauben wird, Listingbilder und Spoilerbilder mit auf das Gerät zu übertragen. Stand heute, ist dies allerdings nicht der Fall. GGZ ist im Grunde eine komprimierte Datei, die wie eine GPX-Datei nur Text enthält. Inwieweit hier eventuell noch das GGZ-Format weiterentwickelt wird, entzieht mich meiner Kenntnis und da ich über keine Programmierkenntnisse verfüge, möchte ich hierauf auch nicht weiter eingehen.

Opencaching.com

Garmin betreibt seit geraumer Zeit eine eigene Geocaching Seite. Hier ist es schon länger möglich, Cachelistings, inkl. Bilder auf ein GPS zu übertragen

OX_ScreenshotIn der Kartenansicht, sowie auch in der Ansicht der Cachebeschreibung, besteht die Möglichkeit Geocaches, sowohl mit als auch ohne Bilder, auf ein GPS zu laden. Welche Bilder man auf dem GPS haben möchte, kann zudem ausgewählt werden. Opencaching.com, verwendet hierzu weiterhin das GPX-Format und nicht das GGZ-Format. Dies bedeutet, das Cachelisting wird als GPX-Datei auf das Gerät übertragen und die Bilder kommen in einer speziellen Ordnerstruktur auf´s GPS, die sich selbstständig installiert.

Cacheauswahl OX

Geocaching MenueAuf dem linken Screenshot ist die Auflistung der auf dem Gerät befindlichen Geocaches zu sehen. Der rechte Screenshot, zeigt das Auswahlmenue eines Geocaches. Ein klick auf das Fragezeichen „Tipp“ zeigt die im Listing stehenden Hints.

Hint OX

Hier auf dem Screenshot ist in der unteren linken Ecke durch ein Bildsymbol zu erkennen, dass Spoilerbilder auf dem Oregon für diesen Cache enthalten sind, und mit einem Klick darauf, dann auch angezeigt werden.

GSAK

Garmin empfiehlt zur Übertragung von Geocaches auf das Oregon 600, das Datenbankprogramm GSAK . GSAK ermöglicht es, eine große Anzahl an Geocaches zu verwalten, zu filtern und dank verschiedenster Makro´s z.B auch eine Statistik über die gefundenen Geocaches zu generieren. Hierbei wird es für den Geocacher in Verbindung mit der GGZ-Datei interessant.

Ich möchte hier jetzt zwei Möglichkeiten vorstellen, wie das GGZ-Format von Nutzen sein kann. Sicherlich gibt es noch weitere Möglichkeiten um mit GSAK Geocaches und auch Bilder auf ein GPS-Gerät zu übertragen.

Beginnen wir mit der GSAK eigenen Export-Funktion.

Nach einem Klick auf „GPS“ in der Menueleiste, kann unter „Konfiguration“ das Garmin Oregon 600 eingestellt werden. GSAK_GPSKonfigDamit ist im Grunde schon die Auswahl für das GGZ-Format geschehen. Somit hat man nun die Möglichkeit, wie schon oben erwähnt, eine unbegrenzte Anzahl von Geocaches, samt Beschreibung, Hints usw. auf das GPS zu laden. Mit Klick in der Menueleiste auf „GPS“ und „Wegpunkt senden“ wird die ausgewählte Datenbank als GGZ-Datei auf das GPS übertragen. Aber ohne Bilder! Zusätzliche Wegpunkte, wie etwa Parkplätze, Referenzpunkte, Stationen eines Multicaches, werden als POI auf das GPS abgelegt und belegen somit nicht die begrenzte Kapazität des Wegpunktspeichers.

GSAK_GarminSend

Eine weitere Möglichkeit Geocaches mit GSAK auf das Oregon 600 zu laden, kann mit dem GSAK-Makro „Universal Garmin GPX Export“ erfolgen. Obwohl in dessen Namen GPX steht, kann man in diesem Makro auch das Datenformat GGZ auswählen. Ein Vorteil dieses Makros ist, sofern man in GSAK seine gelösten Mysterys mit den enträtselten Koordinaten gepflegt hat, diese ebenfalls mit Kennzeichnung und als separate POI auf das GPS zu laden.

GSAK_GarminExport

Makro Garmin Universal GPX Export

Wichtig ist hier auch anzumerken, dass auch mit diesem Makro keine Bilder aus Cachelistings auf das Oregon übertragen werden. Hierzu werden weitere Makros in GSAK verwendet, was aber hier die Erklärung zum Unterschied, zwischen GPX und GGZ, sprengen würde.

Fazit

Mit dem neu entwickelten GGZ-Format, hat man also die Möglichkeit eine unbegrenzte Anzahl von Geocaches auf das Garmin Oregon 600 zu laden. Trotzdem wird auch weiterhin das GPX-Format unterstützt. Ob man wirklich so viele Geocaches auf seinem GPS benötigt, muss jeder für sich selber entscheiden. Ob Geocaching.com auch irgendwann die Möglichkeit bietet, wie Opencaching.com, von Ihrer Homepage direkt per Mausklick, Listingbilder auf das GPS zu laden unterstützen wird, ist leider nicht bekannt.

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6 Antworten

  1. CachePac sagt:

    Echt schade finde ich, dass mit dem neuem
    GGZ Format immer noch keine Favoriten Punkte
    übertragen werden.

    • Navisale sagt:

      das stimmt nicht ganz. Wenn man mit GSAK Geocaches auf das GPS überträgt, sind Favoritpunkte in der Cachebeschreibung mit enthalten, egal ob als GPX Format, oder GGZ-Format

  2. Rasmus Rotbart sagt:

    Hallo Navisale,

    hat schon jemand rausgefunden, wie man es bei Multicaches hinkriegt, das die Entfernung zum Wegpunkt eine Stage angezeigt wird und nicht die Entfernung zum nächstgelegenen Cache. (und das der Kompass dorthin zeigt natürlich.)

    • Navisale sagt:

      Hallo Rasmus,
      am Testgerät wird bei einem Multicache, nach Eingabe der Koordinaten der nächsten Stage, über das Geocach-Menue, die Entfernung zum nächste Abschnitt angezeigt und der Kompass zeigt auch in die richtige Richtung. Ich kann also Dein Anliegen so nicht genau nachvollziehen. Auf dem Testgerät ist die Software Verison 3.30 installiert. Ich bin aber auch der Meinung, das dies auch bei den vorhergehenden Versionen auch schon so war.
      Weitere Informationen währen aber auch sehr hilfreich. Du kannst auch gerne mal mit mir kontakt aufnehmen.

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