Geocaching für die Statistik?

Als ich Ende Oktober 2009 angefangen habe zu cachen, wurden es bis zum Ende des Jahres in Summe 29 Funde.

Nicht mal ein Jahr später hatte ich bereits acht verschiedene Cachetypen gefunden und zwischenzeitlich auch schon ein Mega-Event besucht. Außerdem habe ich gleich zu Beginn des Jahres 2010 einen der ältesten Caches in Deutschland gefunden und es wurden  zum Jahresende 179 Caches, etwa das Ergebnis aus 2009 hochgerechnet auf ein Jahr.

Das alles hat mich zwar nicht groß gejuckt, ich hatte aber eine Statistik in mein GC-Profil eingebunden und diese regelmäßig aktualisiert, wie viele andere Cacher auch. Im Oktober 2010 besuchte ich dann meinen ersten Geocacher Stammtisch und kam so überhaupt mal richtig mit anderen Cachern ins Gespräch.

Hobby intensiviert

In der Folge befasste ich mich dann doch intensiver mit meinem neuen Hobby und zum ersten Mal plante ich eine Cachetour im Voraus, denn für den Frühsommer hatte ich ein verlängertes Wochenende in Berlin gebucht. Wenn ich schon in der Hauptstadt war, dann musste auch der GC77, der erste Cache in Deutschland, geloggt werden. Weil ich mit einem „Muggle“ in Berlin war, konnte und wollte ich natürlich auch nicht die ganze Zeit cachen. Also haben wir das, abgesehen vom GC77, auf einen Tag konzentriert und da kamen dann 13 Funde zusammen. Das waren 13 Caches, die wir per Rad in verschiedenen Stadtteilen von Berlin angesteuert haben um auch was von der Stadt zu sehen. Bis heute habe ich an keinem Tag mehr Funde geloggt.

Erste Cache Challenges

Ein weiterer Meilenstein war die erste Challenge. Das war etwas worauf mich ein Kollege gebracht hatte, und so sollte es zu meinem 333. Fund der Schnapszahlen-Cache sein. Dass es für meine Mädels gleichzeitig die Nummer 111 werden sollte, ließ sich vergleichsweise einfach organisieren.

Als im Sommer 2011 der Rätselmarathon ausgelegt wurde, entdeckte ich meine Leidenschaft für’s Rätseln. Bis dahin wies meine Statistik eine gute Mischung aus Tradis, Multis und Mysteries aus, doch die Tradis waren in der Überzahl. Jetzt beschloss ich zum ersten Mal meine Statistik aktiv zu beeinflussen. Der Grund war die Non-Tradi-Challenge und ab dem 3. Oktober 2011 machte ich keine Tradis mehr. Jedenfalls konnte ich diese Challenge am 17. Juni 2012 abschließen, gleichzeitig lief aber schon die nächste: 50 Mysteries in Folge loggen.

Diese Bedingung habe ich zwar auch erfüllt, doch die Challenge, ebenso wie andere, bis heute nicht geloggt. Irgendwie war mir das zu blöd geworden mich irgendwelchen Zwängen auszusetzen nur um einen bestimmten Cache loggen zu können.

Statistik ist nicht egal

Doch die Statistik war mir natürlich nicht ganz egal. Immerhin war ich zum Jahresende 2012 bei insgesamt 643 Cachefunden angekommen. Für 2013 habe ich mir daraufhin drei Ziele gesteckt: die 366er Matrix (am 29.2.12 hatte ich einen Cache gefunden) sowie die 81 Matrix voll zu machen. Außerdem sollte der 1000. Fund auch noch in dem Jahr sein.

Ziele verfehlt

Letztlich wurde „nur“ das „Projekt 366“ erfüllt. In der 81er-Matrix blieb ein Feld leer – bis zum Februar 2014, und mit dem 1000. Fund kann es noch Monate dauern, bis ich den logge ;).

Es ist mir nicht schwergefallen ist das Projekt 366 im letzten Jahr abzuschließen, mit so vielen Funden wie in keinem Jahr davor. Auch meine Familie hat gar keinen Stress gemacht wenn ich mal noch eben den Tagescache loggen wollte, es war so besprochen und von daher ok. Doch mit dem Log der letzten Tageslücke wurde mir bewusst welch einen Zwang die eigene Geocaching-Statistik erzeugen kann.

Und was soll ich sagen, das war’s dann mit Geocaching für die Statistik. Man sieht es auch daran, dass ich heute, nach fast drei Monaten im neuen Jahr, gerade mal 19 Caches geloggt habe…

Achja, auf dem Geocacher Olymp war ich auch schon, was soll ich also noch erreichen, rein statistisch gesehen? 😉

Cachen macht Spass

Natürlich hab ich beim Geocaching immer noch sehr viel Spass. Es ist toll die im Lauf der Jahre angeschaffte Ausrüstung einzusetzen. Es hat was zusammen mit den Kumpels oder der Familie loszuziehen um über Stunden und zig Kilometer einen Multi mit geilen Stages zu absolvieren.

Es ist aber auch gut, dass ich manche Caches gar nicht suchen und loggen muss.

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1 Antwort

  1. Mixi sagt:

    Ja Webmicha,
    bei diesem Beitrag denke ich wie Du. Auf der Einen Seite macht Statistik Spaß auf der anderen Seite manchmal Streß. Ich habe die 366er sowie die 100 Tage am Stück, am Schluß immer als Streß gesehen. in der Zwischenzeit suche ich immer weniger Caches, dafür beschäftige ich mich mehr mit Ihnen. Bei einem Multie ist mir schon lange der Weg wichtiger als das Ziel. Wen man die Natur und die Arbeit der Owner genießt. wird die Statistik zur Nebensache.
    Aber Statisik kann auch ohne Motivieren & Spaß machen.
    Die 81er-Statistiken in vielen Varianten finde ich immer wieder als persönliche Herrausforderung. Zur Zeit veruche ich ein 81er-Matrix nur mit Multies zu füllen. Ganz nebenbei nebe ich am Wegrand die Cache mit, die interessant klingen, also nicht mehr jeden.
    Jeder spielt sein Spiel, und soll das genießen.
    Bis blad im …