about webmicha (1/2)

Oui, c’est moi!

Es war im Oktober 2009, ein schöner Sonntag und mir war langweilig. Beim Überlegen was ich mit der Familie (Frau und Tochter) unternehmen könnte, erinnerte ich mich an Geocaching. Ich hatte davon schon immer wieder mal gehört, mich aber nie richtig damit befasst, und erst ein paar Wochen davor einen Artikel darüber gelesen.

Jedenfalls las ich mich nun in die Thematik ein und stellte fest, dass ich ja im Prinzip schon alles hatte was man braucht, denn zum Radfahren hatte ich mein damaliges Handy, ein SE K810i bereits mit einer GPS Mouse ausgerüstet und verwendete dafür Trekbuddy mit Offline-OSM-Karten. Dass ich in Trekbuddy auch gpx-Dateien einlesen konnte war schnell herausgefunden, und so machte ich mich ans Werk, registrierte mich bei geocaching.com und lud mir die Caches der nächsten Umgebung aufs Telefon.

So vorbereitet machten wir uns gemeinsam auf den Weg und konnten die erste Dose auch schnell finden. Das war cool! Dann gleich weiter zum nächsten Cache, nur ein paar hundert Meter entfernt. Das war schon eine andere Nummer und nach über einer Stunde hatten wir diesen Tradi immer noch nicht gefunden und entsprechend frustriert zogen wir wieder ab. Mir ließ das natürlich keine Ruhe, und in den folgenden zwei Tagen war ich mehrmals dort, bis ich die Dose endlich gefunden hatte. Da hatte mich das Fieber aber schon gepackt, und ich begann die Caches rund um meine Aufenthaltsorte zu suchen und zu loggen. Da ich jedoch meine Mädels natürlich nicht immer dabei habe, habe ich der Anfangszeit viel alleine gemacht (ich kannte ja keinen der sowas Verrücktes auch macht), und die Familie wann immer es ging mit einbezogen. Nach den ersten Erfolgen versuchte ich mich dann auch an Mysteries und schließlich stand der erste Multi an: das war eine Aktion mit der erweiterten Familie und ein großer Spaß für alle, vor allem aber für die Kids.

Mit meiner Smartphone-GPS-Kombination ging das Cachen richtig gut, und da ich in der Anfangszeit keine anderen Cacher kennengelernt habe, entstand gar kein Bedarf für einen GPSr, was bedeutet, dass ich von Anfang an zur Generation der Smartphone-Cacher gehöre, und auch nach mittlerweile fast drei Jahren hat sich nur das Phone geändert. Mitte 2010 bekam ich ein Samsung Galaxy S mit Internet-Flatrate, und durch Verwendung einer beliebten Android-App wurde das Cachen deutlich komfortabler. Komischerweise wurde jedoch nach dem zweiten oder dritten Firmwareupdate der GPS Empfang mit dem Phone immer schlechter und die Suchradien im Wald immer größer, was mich dazu bewog mir einen Bluetooth GPS-Receiver zuzulegen. Damit war wieder alles gut 🙂 Ende 2011 kam das nächste Upgrade: das Galaxy Nexus mit purem Android löste das SGS ab und einiges verbesserte sich nochmals drastisch: der Akku vom GN hält deutlich länger und das interne GPS ist so gut, dass ich den externen Receiver nicht mehr brauchte. Dabei hatte ich schon mit einem Etrex30 geliebäugelt (ich sehe nicht ein warum ich mehrere hundert Euro für einen GPSr hinlegen soll, der nichts besser kann als mein Phone), doch das hatte sich ja dann auch erledigt.

Im zweiten Teil erzähle ich euch dann wie ich zu meinen, mittlerweile, doch recht zahlreichen Cacher-Bekanntschaften gekommen bin und evtl. auch noch die eine oder andere kleine Geschichte 😉

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5 Antworten

  1. Ralph sagt:

    Was machst du, wenn du ausländisches Netz hast? In der Flat drin? Oder nutzt du weiterhin auch offline Karten? Ich komme mit dem GPS (Dakota 20) besser klar, als mit dem Handy (aber nur Galaxy Y)

    Viele Grüße
    Ralph & family

  2. webmicha sagt:

    Ich verwende grundsätzlich Offline-Karten, und zwar die OSM-Vector-Maps in Verbindung mit Locus Pro. Für Deutschland gibt es diese Karten für die einzelnen Bundesländer oder als Gesamtkarte (ca. 750MB).

  3. Ralph sagt:

    Darf ich da mal auf dich zurück kommen? Werde mir wohl ein neues Handy holen und da würde ich mir gerne anschauen, wie das beim Handy mit offline Karte gemacht wird und welche app du nutzt. Würde mir sicher viel Einarbeitungszeit ersparen.

  4. webmicha sagt:

    Ralph: das ist einfach!

    auf dem Mapserver liegen die OSM-Vectorkarten für veschiedene Länder oder Regionen. Die lädst du idealerweise mit dem Rechner runter und überspielst sie dann aufs Phone ins Verzeichnis /Locus/mapsVector.

    Dann stellt du Locus bzw. Locus Pro darauf ein die Offline-Maps zu verwenden und alles ist gut. man muss allerdings manuell das Land oder die Region wechseln wenn man den Bereich der voreingestellten Karte verlässt.

    Die Offline-Maps lassen sich auch bei c:geo verwenden (Einstellungen / Kartenherkunft –> OSM: Offline … und richtigen Pfad einstellen!)

    c:geo verwendet die Offline-Map dann für die Live-Karte und als Standard-Map um Wegpunkte anzuzeigen.

    Das gilt natürlich nur für Android!

  1. 25. Oktober 2012

    […] ersten Teil habe ich darüber geschrieben wie ich zum Geocaching gekommen bin. Mittlerweile betreibe ich dieses […]