Der Lavendel-Coup

Heute stelle ich euch ein Buch vor, in dem es selbst nicht um Geocaching geht, das jedoch von einer Geocacherin geschrieben wurde. Die Protagonistin in diesem Krimi ist eine Figur, die bereits mehrfach bei Mystery-Caches im Großraum Düsseldorf eine Rolle spielte. Mit der Zeit hat sich zu diesen Rätselcaches eine regelrechte Fan-Gemeinde entwickelt und als der Stoff für eine neue Geschichte den Rahmen für einen weiteren Mystery dieser Reihe sprengte, ist daraus ein Kriminalroman entstanden.

Ein Fall für Molly Preston!

Molly Preston ist hochintelligent, bildhübsch und gebildet. Sie kann alles, weiß viel und hat einen spannenden Job als Ermittlerin in einer sehr geheimen Abteilung der EU.
Ihr neuer Fall führt Molly nach Südfrankreich, in ein kleines Dorf in der Provence zwischen alten Olivenbäumen und den ewig singenden Zikaden. Dort soll sie die dunklen Machenschaften eines angesehenen Bankiers aufdecken. Doch zunächst hilft sie bei der Restaurierung einer alten Kapelle und findet dabei geheimnisvolle Zeichen in der Wand. Zusammen mit ihrem Freund Charles entschlüsselt sie die Botschaft und stößt auf ein altes Geheimnis um einen nie geklärten Bankraub. Doch dann gibt es einen Toten und die Jagd nach dem hundert Jahre alten Schatz wird zum Schlüssel für ein hochaktuelles Verbrechen.

Molly Preston löst ihre Fälle mit Intelligenz, Charme sowie den Mitteln modernster Technik und entführt den Leser ganz nebenbei zu den schönsten Plätzen Europas.

Der Lavendel-Coup – ein Provence Krimi

Die Provence gehört ohne Frage zu den schönsten Regionen in Frankreich und wer schon einmal dort war, wird viele Details wiedererkennen. Molly Preston ist im Undercover-Einsatz und soll als vermeintliche Kunststudentin einem Finanz-Hai nachspüren. Das gestaltet sich schwieriger als gedacht und kurz darauf gibt ein Todesfall zudem weitere Rätsel auf. Spätestens jetzt wird der geneigte Leser (und Geocacher) feststellen, dass einem die Vorgehensweise von Molly durchaus nicht unbekannt ist. Jedenfalls dann nicht, wenn man selbst ein geübter Mystery-Löser ist. Während wir in der Regel dank schnellem Internet und diversen Suchmaschinen schnell fündig werden, ist das in der provenzalischen Provinz eine echte Herausforderung. Das macht die Story jedoch interessant und der Spannungsbogen wird gut aufgebaut. Auch Hilfestellungen von außen helfen Molly verschiedene Spuren aufzunehmen.

Gewisse Ähnlichkeiten zu Dan Brown und seiner Hauptfigur Robert Langdon sind nicht zu leugnen, stören aber auch auch nicht weiter, denn gute Rechercheure arbeiten mit bestimmten Mustern um Ergebnisse zu erzielen. Das werden die Mystery-Liebhaber unter den Geocachern auch bestätigen.

Mein Fazit

Alles in allem ist „Der Lavendel-Coup“ ein solider Krimi bei dem die Charaktere gut herausgearbeitet sind und es  keine logischen Brüche gibt. Die Geschichte ist stellenweise so fesselnd, dass man da keine Pause machen kann ohne seine Neugier zügeln zu müssen.

Mein Urteil lautet: empfehlenswert 🙂.

Gelesen habe ich die epub-Version auf einem Tolino E-Book-Reader, übrigens eine Premiere für mich, auf diese Weise ein ganzes E-Book zu lesen. Auf dem Tolino sind es etwa 160 Seiten, das kann bei einem E-Book je nach verwendetem Reader variieren. Für mich war es ein Lesevergnügen über einige Stunden, eine Tageslektüre.

Obwohl das Buch schon ein ganze Weile beworben und geteasert wird, ist es erst ab heute verfügbar und kann bei diversen Anbietern für 4,99 € heruntergeladen werden. Der Preis geht für mich in Ordnung. Herausgeber ist die Verlagsgruppe Droemer Knaur, auf deren Seite findet ihr auch das Kurzprofil der Autorin Carine Bernard.

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