Team Speckkälble Tour 2015 (2)

Tag 3: VEB Eisenwerk Zwickau

Heute begann der Tag zunächst mit Sport. Es standen Trainingseinheiten mit Pilates- und Yoga-Elementen auf dem Programm. Wir waren ja nicht nur zum Cachen hier. Dazwischen und zum Abschluss durften wir uns mit Progressiver Muskelentspannung erholen. Gegen 12 Uhr waren wir durch und konnten uns dem angenehmen Teil widmen. Nachdem wir gestern in Chemnitz unterwegs waren, ging es heute nach Zwickau.

Die Location ist beeindruckend, andächtig marschierten wir ein. In der Ferne nahmen wir Bewegungen wahr, ab und zu hörte man das Platzen einer Farbkugel. Ansonsten war es sehr ruhig und wir begaben uns zum Start. Wir entschieden uns für die Sissi-Varianten und schnell hatte uns die Story vereinnahmt. Apropos Sissi: wir hatten zwar viel Ausrüstung dabei, aber keine Wathosen. Davon abgesehen, hätten wir auch mit Wathosen keine Lust gehabt in die Brühe zu steigen, stammen diese doch nicht aus ehemaligen NVA-Beständen und wer weiß ob sie das ausgehalten hätten ;). Das war schon ok so, wir hatten auch so viel Spaß! Stunde um Stunde verging und schließlich wurde auch das Final gefunden.

Nachdem wir geloggt hatten, checkten wir noch den Bonus. Obwohl es recht eindeutig aussah, waren wir zunächst skeptisch. Nach etwas Überlegung, konnte es eigentlich nur einen Weg geben, das war dann auch der richtige. Kurz vor dem Ziel war doch noch etwas Überwindung notwenig und nach einer Umrundung des Objektes wurde klar wie es funktioniert.  Nachdem auch das zu einem guten Ende gebracht wurde, machten wir uns langsam auf den Weg.

Ein weiterer LP stand auf der Liste, doch zuvor fielen wir noch in einen Konsumtempel ein. Bei Eiscafé und süßen Stückchen ließen wir das Erlebte noch einmal Revue passieren.  Natürlich können und wollen wir hier nicht Spoilern, aber ein paar der Kunstobjekte zeigen wir euch!

Das zweite Tagesziel lag etwas außerhalb von Zwickau, wir wollten noch dem Geheimnis der 4 Schachter auf die Spur kommen. Am ausgelobten Parkplatz angekommen, mussten wir zunächst einen Weg einschlagen, der uns den neugierigen Blicken ehemaliger LPGler entzog. Außer Sichtweite, ging es dann kurz durch das Gebüsch und schließlich wieder auf den rechten Weg. Die ersten Stationen konnten wir gut bewältigen, doch dann kam eine Aufgabe, die zwar logisch war, letztendlich jedoch zu einer unlogischen Lösung führte. Doch das haben wir erst später erfahren, denn bis dahin führte uns unsere Lösung zu einer Agrarfläche. Tröstend war, dass es anderen vor uns auch schon so erging, denn da gab es natürlich nichts zu finden. Der Frustpegel stieg, die Mägen fingen an zu knurren und die Dämmerung zog herauf. Alles Faktoren die ein Weitermachen nicht wirklich begünstigten und brachen wir an dieser Stelle ab und gingen den Weg zurück, auch um uns nochmal zu vergewissern, dass wir die Aufgabe richtig erfasst hatten.

Im Hotel angekommen, musste erstmal Körperpflege sein, danach ging es umgehend zum Abendessen. Mit gefülltem Bauch und einem alkoholfreien Bierchen, sah die Welt doch schon wieder ganz anders aus. Jetzt war es schon spät, und die Bar im Schlosskeller war dann verlockender als die Aussicht etwas was am Tag schon nicht geklappt hat, im Dunkeln fortzuführen. Die Cocktails haben gewonnen 🙂

Tag 4: Abschluss und Heimreise

Zum ersten Mal konnten wir mal etwas länger schlafen und ausgiebig frühstücken. Wir mussten erst um 10 Uhr zum „Sport“. Zum Abschluss sollten wir Übungen für zu hause verinnerlichen und mit einer Entspannungsübung ging der Kurs dann zu Ende. Zwischendurch war das ganz schön anstrengend, doch vieles davon erwies sich als praktisch und gut umzusetzen, ganz ohne Geräte oder sonstige Hilfsmittel. Ein paar gute Vorsätze können jedenfalls nicht schaden, schließlich war das Ganze ja eine Veranstaltung zur Prävention. Am abend zuvor hatten wir schon geklärt, dass wir einen Late-Checkout machen können, und so konnten wir in aller Ruhe unsere Sachen packen und nochmal in die Cacherklamotten schlüpfen.

Zwischenzeitlich hatten wir eine Quasi-Bestätigung dafür, wie es bei dem Cache von gestern abend weitergehen sollte. Trotz einer gewissen Unlogik, blieb nur eine Möglichkeit übrig und die steuerten wir direkt an. Der Eingang war schnell gefunden, doch ob die Müllhalde dazugehörte, ließ sich nicht klären. Alle Ecken und Winkel wurden durchstöbert, doch das Geheimnis der vier Schachter wollte sich nicht zeigen. Sollten hier „Schatzräuber“ am Werk gewesen sein? Zerfledderte Überreste deuteten darauf hin…

Noch ein Mal intensivierten wir die Suche, und schließlich konnte Notirf etwas hervorziehen, das wie ein Logbuch aussah. Wie in einem Vorlog beschrieben, waren auch noch die Koords für einen Bonus erhalten, doch an einen Cache erinnerte das alles nur noch entfernt. Vielleicht würde ja der Bonus noch für das Ungemach entschädigen. Wir beschlossen zunächst den Weg dorthin zu Fuß zu gehen, doch dann mussten wir feststellen, dass es mangels Wegen, nicht so einfach werden würde dorthin zu kommen. So teilten wir uns: zwei gingen weiter und suchten einen Weg, die anderen holten das Auto und fuhren auf die andere Seite der Hügelkette um von dort zum Bonus-Cache zu gelangen. An der Dose trafen wir uns dann wieder. Es ist schon abenteuerlich eine Dose mitten in der Pampa zu platzieren, und dann noch darauf hinzuweisen nicht querfeldein zu gehen um die Landwirte nicht zu ärgern. Jedenfalls hinterließen die beiden Caches einen zwiespältigen Eindruck. Eigentlich hätten wir uns die auch schenken können.

aussicht

Nass und eingesaut erreichten wir das Auto. Die dreckigen Schuhe zogen wir noch aus, danach ging es direkt Richtung Autobahn. Am ersten ausgeschilderten Autohof fuhren wir wieder ab und wechselten dort unsere Klamotten.  Praktischerweise gab es dort einen Imbiss was uns bewog uns für die restliche Heimfahrt zu stärken.

Gegen 16 Uhr waren wir wieder auf der Autobahn und hielten nur noch für Pinkelpausen, so dass wir gegen 19:30 Uhr unseren Heimatort erreichten.

Fazit

Zwei tolle LPCs an zwei Tagen. Über den dritten breiten wir den Mantel des Schweigens. Einen Nachtcache haben wir dieses Mal gar nicht gemacht, für einen weiteren LP bekamen wir keinen Slot. Der Ärger mit der Umquartierung am ersten Tag klang auch noch nach, so dass sich die Euphorie insgesamt in Grenzen hielt. Übrigens haben wir auch den Aufstieg zu „Over the Top of Zwickau“ sein lassen. Zuwenig Erfahrung und zuviel Muskelkater und Respekt machten es der Vernunft ziemlich einfach. Doch allein dafür, würde es sich doch nochmal lohnen in diese Ecke zu fahren, dann aber mit entsprechender Vorbereitung und ohne andere Belastungen.

Mal sehn wo es nächstes Jahr hingeht, im Westen soll es ja auch Lost Places geben 😉 Oder wir machen mal was ganz anderes, wer weiß.

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1 Antwort

  1. 2. Mai 2015

    […] zum Teil zwei des Berichtes –> […]