Zeitumstellung für die Matrix

Es geht auf Ende Oktober zu. Das bedeutet, am kommenden Sonntag werden in der Nacht die Uhren auf Winterzeit gestellt. Wenn es drei Uhr wird, springt die Zeit um eine Stunde zurück auf zwei Uhr, wir können also eine Stunde länger schlafen. Oder anders ausgedrückt: wir bekommen die Stunde zurück, die uns bei der Umstellung auf die Sommerzeit genommen wurde.

In der Geocaching Community ist der Tag beliebt für Events und für die sogenannten Time-Travel(Warp)-Challenges. Letzteres ist ganz witzig, kann man doch beim Fund von zwei Caches, den zweiten vor dem ersten finden. Rein zeitlich betrachtet natürlich. Das ist etwas, was man sonst nur hinbekommen würde, wenn man die Zeitzone in Richtung Westen wechselt. Das ist also gar nicht so einfach, außer natürlich bei der Umstellung auf Winterzeit. Wobei es ja keine Winterzeit gibt, es handelt sich dabei um die Normalzeit.

Events für die Matrix

Bei Geocaches passt die D- und auch die T-Wertung in den meisten Fällen. Schließlich sollen D und T ja Indikatoren für den zu erwartenden Schwierigkeitsgrad sein. Bei Events sind Veranstalter dagegen äußerst, ich sag mal „kreativ“.  Das fängt bei D-Wertungen, bei denen man sich nur an den Kopf fassen kann an, und hört mit T-Wertungen zum Kopfschütteln auf.

In ganz Baden-Württemberg gibt es neun Events während der Zeitumstellung. Davon haben nur zwei, ok drei, eine ganz normale, eventübliche D/T-Wertung. Alle anderen sind völlig abstrus. Den Vogel schießt ein D5/T4,5 Event ab! Das ist echt Hard Core! Dabei handelt es sich um ein Event auf einem Parkplatz, 50 m von der Straße weg und von der Topologie her T1. Und D5 ist bei einem Event ist ja sowieso völliger Quatsch. Trotzdem gibt es noch zwei weitere D5-Events. Eins mit T4, das andere mit T1.

Dann gibt es noch dreimal die Wertung D4,5. Wie gesagt, meines Erachtens völliger Quatsch. Wer zu einem Event gehen will, der geht da auch hin. Egal ob das mittags oder mitten in der Nacht ist. Aber es gibt ja noch die berühmte Matrix. Die sogenannte 81er Matrix. Diese deckt alle Kombinationen aus den verschiedenen D- und T-Wertungen ab. Und für Statistikcacher ist es natürlich ein Muss diese vollständig zu füllen. Und wenn sie denn gefüllt ist, dann macht man das nochmal. Nur mit Multis. Oder Tradis. Oder Mysteries. Oder eben mit Events. Und weil Events selten in Baumkronen oder auf Inseln mitten in einem See stattfinden, werden Event-Veranstalter halt kreativ. Da wird dann aus T1,5  mal eben T4+ und wenn es dunkel ist, muss es mindestens D4 sein. Und falls auch noch Temperaturen unter 10°C zu erwarten sind, erfüllt das D5.

Aber vielleicht seh ich das ja auch ganz falsch?

Wie ist denn eure Meinung zu den „kreativen“ D-/T-Wertungen von Events?

3 Antworten

  1. Guido Beckers sagt:

    Ganz deiner Meinung! Aber man sollte die Reviewer hinterfragen, die solche Terrainwertungen bei Events auch noch freischalten!

    • webmicha sagt:

      Klar, die Frage kann man stellen. Doch zuallererst liegt es am Owner. Für die Qualität von Caches und Events sind die jeweiligen Owner und Veranstalter verantwortlich, nicht die Reviewer.

      Aber es ist wie mit allem. Das wird ausgereizt bis zum geht nicht mehr, und wenn das HQ eines Tages mit schärferen Regeln um die Ecke kommt, dann heulen genau die und schimpfen auf die blöden Spaßverderber in Seattle. Und statt selbstkritisch zu überlegen wechselt man dann die Plattform.

  2. larualis sagt:

    Mir ist das völlig egal. Wenn den „Statistikcachern“ die Matrix wichtig ist, dann heißt das im Umkehrschluss doch auch, dass den Genusscachern die Matrix nicht wichtig ist. Also macht es für sie auch keinen Unterschied, welche Wertung ein Cache oder ein Event hat. Natürlich sollten die Reviewer darauf achten, dass die D/T-Wertungen dem entsprechen, was man vor Ort zu erwarten hat, und somit kann ein Event eigentlich nur dann eine höhere D-Wertung als „1“ haben, wenn man nicht „einfach so“ teilnehmen kann (beispielsweise weil das Event üblicherweise bereits 20 Minuten nach dem Publish ausgebucht ist oder vergleichbares). Aber wie gesagt: Mir persönlich ist das sowas von egal. 🙂